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25. Januar 2009 7 25 /01 /Januar /2009 10:36
Sollten Sie in einem Unternehmen arbeiten, dem es nicht so gut geht, das Kurzarbeit angemeldet hat oder sonst irgendwie irgendwann in Insolvenz geraten könnte (betrifft also alle Unternehmen), sollten Sie möglichst schnell kündigen ...

... denn wenn es zur Insolvenz kommt, kann es sein, dass Sie als vermögender Angestellter, Facharbeiter oder Arbeiter (ich weiss nicht, wie es bei Lehrlingen und Zeitarbeitern ist) bis zu drei Monatsgehälter an den Insolvenzverwalter zurückzahlen müssen. Schließlich sind Sie ja mit Schuld, dass das Unternehmen pleite geht. Zu wenig gearbeitet, zu oft krank gefeiert, zu viele Wochenenden zu hause gewesen, der Geschäftsführung nicht genügend auf die Finger geschaut, sich ab und zu mal mit dem Führungspersonal, dem Geschäftsführer oder gar Inhaber unterhalten (bitte das auf keinen Fall niemals tun!! Dann wissen sie nämlich Bescheid), sich nicht jedes Quartal die Bilanz aushändigen lassen und vom eigenen Steuerberater ein Gutachten eingeholt, auch mal an etwas anderes gedacht, als die Firma  ...

Unsinn? Nein! Realität.

GMV sagt: Es gibt keine Phantasie und keinen Blödsinn, die nicht von der Realität übertroffen werden kann

Auszug aus einem Artikel des Fränkischen Tages,  Bamberg/ Haßberge:

"Die Mitarbeiter der insolventen Mainleuser Firma Maintaldruck gehen auf die Barrikaden, weil der Insolvenzverwalter von ihnen drei Monatslöhne zurückfordert. (...)

Die Mitarbeiter der Mainleuser Firma Maintaldruck haben bis zuletzt – bis zur Insolvenz im Juni – um den Fortbestand des Unternehmens und um ihren Arbeitsplatz gekämpft. „Und dafür wird man jetzt bestraft“, schimpft Ute Träupmann. Von den ehemals rund 40 Mitarbeitern, „die schon genügend Schwierigkeiten hatten, ihre Familien zu ernähren“, so die frühere Buchhalterin der Firma, fordert der Insolvenzverwalter jetzt drei Monatslöhne zurück – Beträge zwischen 3500 und 4000 Euro.
(...)
Alle Beschäftigten in Deutschland, so die Betroffenen, sollten erfahren, was ihnen im Fall einer Pleite ihres Arbeitgebers droht. Dass sie nach Paragraph 130 der Insolvenzordnung vom Insolvenzverwalter auf Lohnrückzahlung verklagt werden können. Dann nämlich, wenn sie gewusst haben, wie schlecht es um das Unternehmen steht.
(...)
Nach der Einführung des Insolvenzausfallgeldes für maximal drei Monate, so Rechtsanwalt Mirco Schena, sei der bis 1994 gültige besondere Schutz der Arbeitnehmer durch die Konkursordnung entfallen. Dadurch sei eine Lücke entstanden. Jahrelang sei aber keiner mit Forderungen an die Arbeitnehmer herangetreten. 2007 habe es dann der Insolvenzverwalter der Rehauer Firma Nützel probiert und sei damit durchgekommen. Mit der Folge, dass dies deutschlandweit Schule gemacht hat."

(...)

Quelle: http://www.infranken.de/nc/nachrichten/lokales/artikelansicht/article/mitarbeiter-sollen-drei-monatsgehaelter-zurueckzahlen-1.html?tx_ttnews[backPid]=1, 24.01.2009


GMV sagt: Juristerei hat wenig mit Gerechtigkeit, Recht, Intelligenz und nichts mit GMV zu tun

GMV sagt mit Albert Einstein: 

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."

 

Jürgen

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Kommentare

Babs 01/26/2009 17:07

Scherzkeks! ;-)
Aber: Ich arbeite dran!
Babs

Babs 01/25/2009 11:30

...das ist nicht mehr zum Kopf-Schütteln, sondern zum Heulen. Bei diesem "Recht" ist es als Mitarbeiter egal, was man macht - engagieren oder laufen lassen -, es ist eh falsch. Motivation pur :-( Babs

Jürgen 01/26/2009 09:53


Genau. Bzw. Nein!
Recht oder besser Juristerei ist das eine - Motivation das andere. DAs mit dem Insolvenzrecht ist nur das i-Tüpfelchen, wenn´s eh gelaufen ist.

GMV sagt: Mach dein Ding!

Aus dem "engagieren oder laufen lassen - es ist eh falsch" ist abzuleiten, dass Management und Führung da wohl ein Problem haben. Motivierte, engagierte Mitarbeiter, denen "ihr" Unternehmen
irgendwie am Herzen liegt, gibt es zu hauf. Manager, die das würdigen und darauf aufbauen kaum.

Aber die politisch agierenden Manager, blind wie die Maulwürfe, teilweise inkompetent, dass es kracht, machtversessen und gleichzeitig überfordert, selbst zerrieben zwischen politischen Spielchen
ihrer Chefs - meist sind die Chef-Chefs das eigentliche Problem (siehe Schremp ua.), die in ihrem Größenwahn ganze Konzerne durch Fusionswahn Milliarden kosten (Daimler-Chrysler, BMW-Rover, etc.),
auf kosten der Mitarbeiter, der Kunden, der Volkswirtschaft - also eigentlich sind die "kleinen Chefs" ja auch nur arme Würstchen, die im alten Spiel von Macht, diesem schwachsinnigen Gedanken sich
ein Denkmal setzen zu wollen und ähnlichem Gedöns, seltsam hilflos wirkende Schachfiguren abgeben - super gestresst, voller Ängste und immer hart daran arbeitend, die nächste Stufe erklimmen zu
dürfen - da stehen die Kollegen allerdings mit in der Schlange usw.

So jetzt habe ich mich verplaudert.
Tja also, wenn die Motivation mal weg ist, ist sie weg. Ich weiss ja nicht, in welchen Laden du arbeitest, aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten, Sinnvolles zu tun, damit Geld zu verdienen,
Spaß zu haben etc.

GMV sagt: Wer keine Lust mehr hat, sollte etwas anderes machen (wenn irgend möglich)

Jürgen


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(weniger Schwachsinn, mehr Kreativität)
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