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19. Juni 2012 2 19 /06 /Juni /2012 08:50

Erstes Buch der Reihe »Das GMV-Prinzip®«

»So ticken wir« – Verhaltensgesetze und psychologische Phänomene für die Praxis – für Menschen, die (gerne) mit Menschen zu tun haben – Für jeden, der besser über sich und andere Bescheid wissen möchte – Autor: Trainer, Coach, Pädagoge und Journalist Jürgen Zirbik

 

Cover-Ticken-300.jpg„»So ticken wir« ist ein Buch für Menschen, die Ihre Beziehungen verbessern möchten – auch die Beziehung zu sich selbst. Dazu ist es hilfreich, Verhalten zu ändern und anders mit den Menschen und sich selbst zu kommunizieren“, so der Autor Jürgen Zirbik. Bei den Psycho-Phänomenen geht es Jürgen Zirbik besonders um den gesunden Menschenverstand – kurz GMV. Einer der GMV-Grundsätze ist, dass die Leser mit den Informationen im Leben etwas anfangen können. „GMV hilft übrigens bei jeder Art von Optimierung. Leider ist er nicht ganz so weit verbreitet und weiter auf dem Rückzug“, so Zirbik weiter. Dagegen stemmt sich Autor Zirbik auch mit diesem Buch, seinem vierten und ersten in dieser Reihe.

 

Dass bei der Lektüre Schmunzeln einbaut ist, liegt daran, dass der Autor einen Hang zum Kabarettistischen hat. „Überspitzt wird vieles klarer und Humor ist so und so immer gut“, benennt er seine Überzeugung. Unterhaltsam erfahren die Leser, wie Gesetze des Verhaltens und psychologische Phänomen, die tief in uns stecken, funktionieren und wie sie diese für sich nutzen können. „Nach der Lektüre wissen die Leser, wie sie Menschen für sich gewinnen und überzeugen können und so einiges Nützliches mehr“, ist Zirbik überzeugt. Wichtiger ist, so der Autor weiter, dass die Leser mit dem Wissen über die evolutionären Gesetze und psychologischen Phänomene gegen Manipulation besser gewappnet sind.

 

 

Zum Autor

Jürgen Zirbik, 54 Jahre alt, Franke aus Ebern bei Bamberg. Der studierte Pädagoge und gelernte Journalist ist seit vielen Jahren Berater von Unternehmen und Führungskräften, Business-Trainer und -Coach und Autor. Zirbik arbeitete lange als Journalist und Führungskraft im Hörfunk, später auch im Fernsehen, dann in Werbe- und PR-Agenturen und seit 2000 als Marketing- und Kommunikations-Berater, als Kommunikations-Trainer und Business-Coach. Er textet und produziert Business-Kabarett-Videos, hält Vorträge, berät Trainerkollegen in Marketing und Vertrieb. Vor einigen Jahren hat er das GMV-Prinzip® für sich entdeckt und bringt seitdem gesunden Menschenverstand überall dort an, wo es nicht schnell genug verhindert werden kann. Er ist Autor verschiedener Blogs.

 

Hier finden Sie mehr von und über ihn:

Blog
http://www.kommunikation-mit-gmv.blogspot.de/
Beratung
http://www.zirbik-ub.de/

XING

https://www.xing.com/profile/Juergen_Zirbik

 

Kontakt:

Jürgen Zirbik‘
Bergstraße 10
96106 Ebern
09531-429 0240
zirbik@zirbik-ub.de

 

Link zum Kindle-E-Buch bei Amazon:
http://amzn.to/Ph1kYW

Link zur Printausgabe (on demand):
http://bit.ly/KCfW5X

 

 

Rezensionsexemplare:

Journalisten können über folgende Mail ein Rezensionsexemplar (PDF) oder Print anfordern. Bitte teilen Sie mit, wo und wann die Rezension erscheinen wird.

juergen.zirbik@zirbik-ub.de

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28. März 2010 7 28 /03 /März /2010 10:35

 

Optische-T-uschung-Dreieck.jpgAn dieser Stelle klären wir, was ich unter GMV verstehe. Das muss nicht das Selbe sein, was Sie darunter verstehen. Für das Verständnis der Artikel des Blogs ist es unerlässlich, dass Sie meine Sichtweise kennen. Sonst lesen, schreiben und reden wir aneinander vorbei - haarscharf und zielsicher. Falls meine Auffassung Ihrer diametral entgegen steht, können Sie entweder Ihrer Sichtweise etwas hinzufügen. Nämlich, indem Sie meine kennen lernen oder - was viele Menschen tun (bevorzugt lesen Menschen das, was ihre Meinung bestätigt, nicht das, was sie weiterbringt = Der "Spiegel-Leser-Effekt")

 

 

"Was bitte schön ist GMV?"

 

Wikipedia
„Der gesunde Menschenverstand (österreichisch auch Hausverstand) bezeichnet einen Begriff, der eine allgemein akzeptierte Mehrheitsmeinung sowie die Art des Denkens umschreibt, nach der ein Individuum eine Meinung/Einstellung findet. Als Begründung gilt in der Regel vernünftiges Denken.“

 

Nein!!! zur "allgemein akzeptierten Mehrheitsmeinung" - bloß das nicht

Diese Erklärung für „Hausverstand“ (mei, die Österreicher) reicht mir bei weitem nicht aus. Eine allgemein akzeptierte Mehrheitsmeinung kann gerade das Gegenteil von GMV sein – denken Sie über gewisse Vorurteile und allgemeingültige Denkmuster nach. „Die Deutschen sind fleißig“, „Das Boot ist voll“, das letzte Wahlergebnis – wo ist denn hier bitteschön GMV? Menschen in Massen machen auch eine Menge Mist. Denken Sie an Parteitage, die Ostkurve bei Herta BSC (oder anderen Clubs). Hier herrschen meist (momentan) "allgemein akzeptierte Mehrheitsmeinungen". Und das zu sehen und zu hören ist meistens recht bitter für "eingermaßen geradeaus denkende Menschen". So betrachtet hat Albert Einstein recht.

 

„Der gesunde Menschenverstand ist die Summe der Vorurteile, die man bis zu seinem 18. Lebensjahr angesammelt hat.“


Das will ich so nicht stehen lassen - auch wenn Albert wirklich ein ganz Großer war. Vernünftiges Denken als alleinige Definition für GMV ist zu verstandeslastig. Hinzu kommen Gefühl, Intuition und alle Schätze des Unbewussten - eben das Gesunde am GMV. Über zehn Millionen Sinneseindrücke stürzen pro Sekunde auf uns ein, 40 (!) davon können wir mit dem bewussten Verstand erfassen. Der Rest wird ausgeblendet oder landet im Unterbewusstsein - und bleibt da auch haften.

Plus: Gefühl, Intuition, Unbewusstes, Erfahrung

Wenn Sie sich auf den bewussten Verstand alleine verlassen, sind Sie verloren. Der ist viel zu langsam. Kommt der Tiger um die Ecke (selten in Wanne-Eickel), bringt Sie rationale Abwägen zwischen den aktuell verfügbaren Reaktionsalternativen nicht wirklich weiter. Das bringt den Tiger weiter - nicht Sie. In dem Fall schaltet die Natur den Verstand aus - Sie kennen dass: wenn Sie die "Hosen voll haben", bleibt für´s Gehirn, richtiger für´s Denken, nichts mehr übrig. Reiz-Reaktion ist jetzt das Thema und zwar unter Umgehung aller bremsenden rationalen Denkprozesse. Das rettet Ihr Leben und lässt den Tiger hungrig zurück, wenn´s gut für Sie läuft

 

Auf unseren Verstand ist kein Verlass

Zu den Sinneseindrücken, die Sie ständig verarbeiten (Tiger etc.), kommen Erkenntnisse, Erfahrungen und Weisheiten, die sich im Laufe von Evolution, Menschheitsgeschichte und Ihrer eigenen Geschichte gefestigt haben - ein riesiger Schatz. An diesen Wissens- und Erfahrungsschatz und viele dieser „Weisheiten“ können Sie sich halten, an Ihren Verstand alleine nicht. Denn Ihr (und mein) Gehirn, Ihr Verstand ist träge, verletzlich, trügerisch - lesen Sie mal ein Buch von Oliver Sacks und Sie trauen sich nicht mehr über den Weg.

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14. Juni 2009 7 14 /06 /Juni /2009 11:37

Moment. Ich war noch nicht fertig!


Ich will auch nicht mehr von „geschulten Verkäufern“ genervt oder über den Tisch gezogen werden – ja, die schaffen das auch bei mir noch (ich bin auch nicht anders gestrickt als Sie). Gar nicht gehen Anrufe, mit denen mir Call-Center-Agents (Toller Titel aber arme Schweine, moderne Form der Sklavenarbeit) den neuesten Handytarif oder meinen Millionengewinn der SKL, NKL oder sonst einer KL „verscherpeln“ (fränkisch für „verkaufen auf niedrigem Niveau“, „andrehen“) möchten. Woher haben die meine Nummer? Ganz einfach: besorgt oder gekauft. Mit Ihrem und meinem Namen und Ihrer und meiner Adresse wird weltweit schwunghafter Handel getrieben. Wir sind selbst schuld: Umfragen, Gewinnspiele, Payback-Mitgliedschaften, Clubs, Kreditkarten, E-Mailadressen, Internetauftritt, Einkaufen bei Amazon – Wir müssen ja auch jeden Mist mitmachen und unsere Adressen rausgeben. Dabei setzen die Anbieter i.d.R. auf unsere Faulheit (o.k. Bequemlichkeit, menschliches Grundbedürfnis). Sie lesen keine AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen, Schriftgröße 7 Punkt, 5 Seiten. Das zum Thema einfach) durch. Sie lesen nicht einmal die Verträge richtig durch, die Sie unterschreiben.

GMV sagt: Wenn ein Anbieter so kompliziert vorgeht, verzichten Sie auf alles, was er zu bieten hat. Sonst erleben Sie böse Überraschungen.

Oder einfacher: Lassen Sie es! Sie brauchen das nicht!

Da tauchen weitere Fragen auf: Beobachten die mich per Satellit? Was ist, wenn ich „nein“ sage? Stehe ich dann auf einer schwarzen Liste? Bekommen meine Kinder keine Anstellung beim Staat? Kündigt mir meine Lebensversicherung? Werfen die mich aus dem Sportverein?


Payback: Kundenbindungs- oder Bonusprogramm. Die Payback-Karte wird beim Bezahlvorgang an der Kasse vorgelegt. Daraufhin werden die eingekauften Produkte personenbezogen abgespeichert. Auf die Kaufsumme erhält der Kunde einen (je nach Unternehmen und Produktkategorie) unterschiedlichen Rabattbetrag in Form von "Punkten" gut geschrieben. (http://de.wikipedia.org/wiki/Payback_(Bonusprogramm), 17.07.2008.

Allerdings verwenden die Anbieter solcher Programme ihre persönlichern Daten für Werbung und ähnliches, wenn Sie das beim Antrag nicht ausdrücklich untersagt haben. Das geht so jetzt nicht mehr.

Das Rabattsystem "Payback" muss seine Verträge teilweise ändern. Der Bundesgerichtshof (BGH) erklärte eine Klausel in dessen Standardverträgen in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil für rechtswidrig. Kunden von Payback müssen bisher ausdrücklich ankreuzen, dass sie ihre persönlichen Daten nicht speichern, weitergeben und von Dritten nutzen lassen wollen. Andernfalls müssen sie mit Werbesendungen per Post, SMS oder E-Mail rechnen. Das Gesetz verlange aber bei elektronischer Werbung die explizite Zustimmung der Betroffenen, weil diese die Verbraucher besonders belästige, betonten die Richter. (http://de.reuters.com/article/companyNews/idDEL1630520720080716, 17.07.2008)

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19. April 2009 7 19 /04 /April /2009 12:52

Es wird nicht einfach aber es ist einfach


„Das GMV-Prinzip®“ möchte Ihnen eine Idee davon geben, was GMV sein kann und wie es Ihnen hilft, schlicht weg besser klar zu kommen, denn mancher von Ihnen kommt nicht wirklich gut klar, sonst wären Sie nicht hier. Dazu Ideen, wie das sein kann und wie das funktioniert. Und zwar auf die einfache Art und Weise. „Unterscheiden zwischen Gut und Böse. (...) Abwägen zwischen zwei Übeln“, wie Edgar Gärtner, Leiter des Umweltforums des Think Tanks Centre for the New Europe (CNE) in Brüssel, das nennt. Ich will das ergänzen: Entscheiden zwischen dumm und clever, krank und gesund, langweilig und lebenswert (ergänzen Sie weitere).

 

GMV ist einfach. Er geht an die Wurzeln der Dinge. Deshalb ist Denken und Handeln nach GMV anstrengend. Das GMV-Prinzip® fordert Einfachheit, Klarheit, Ehrlichkeit, Offenheit und Konsequenz – und zwar immer. „Simplify yourself” in Anlehnung an Tikki Küstenmacher´s „Simplify your life“. Einfachheit bedeutet nicht zurück in die Savanne oder Höhle, aufgeben der Zivilisation, des Wohlstandes, nackt herum laufen und Gras essen oder so. Benutzen Sie GMV. Es bedeutet einfach, die Dinge, das Leben weniger kompliziert zu machen, kein „Geblubber“ (Marketingleute können das, Politiker können das, wir alle können das, leider), für sich selbst auf den Kern kommen, konzentrieren. Vereinfachen ist wichtig beim Prinzip GMV. Vor allem Vereinfachen von Denken und Entscheiden.

 

„simplify heißt vereinfachen. Der simplify-Weg heißt nicht nur so, er ist es auch. Viele Menschen finden den Sinn des Lebens nicht, weil sie zu komplizierte Fragen stellen. Weil sie nicht ahnen, wie einfach es eigentlich ist.“ 1)

Stimmt!


Wenn Sie das mit dem Vereinfachen nicht hinbekommen, vielleicht, weil gerade alles kreuz und quer läuft in Seele und Kopf (ich kenne das, ging mir jedenfalls mal so), lassen Sie sich helfen oder lassen Sie es. Sie sollen nicht schlichter werden im Sinne von „dümmer“ (Sie und ich machen genug Dummheiten, glauben Sie mir), sondern einfacher im Sinne von weniger kompliziert. Wenn Sie es schaffen, belohnen Sie sich selbst mit mehr Lebensqualität, Zufriedenheit und Selbstwirksamkeit

1) Werner Tiki Küstenmacher: Simplify your life, VNR Verlag, Bonn 2001, S.12

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24. März 2009 2 24 /03 /März /2009 11:31

Warum ich dieses Buch schreibe

 

Ich habe meinen gesunden Menschenverstand sprechen lassen und zugehört. Wirklich!

Einfache, klare Tatsachen, Ereignisse und Fakten auf der Basis dessen, was ich täglich sehe, höre, fühle und erlebe. Je genauer ich mich damit beschäftige, desto klarer ist: Mir reicht es einfach!


Ich habe die Schnauze voll. Ich mag das Gejammer von Freunden, Kollegen und Kunden nicht mehr ertragen (Schuld sind natürlich immer die anderen, an was auch immer – Motto: nur Idioten auf der Autobahn unterwegs und ich mache alles richtig!). Ich kann das Geblubber der Werbung, der Medien, in Meetings und auf Kongressen nicht mehr hören. Die Lügen von Wirtschaftsvertretern, Politikern und anderen Menschen gehen mir auf den Kecks. Und was da im Moment an "kreativem Potenzial" entsteht. Die Politik rettet gerade (2009) mit unserem Geld ein völlig krankes System, dass in ein paar Jahren wieder zusammenklappen wird, jedenfalls wenn man einigen kritischen Experten glauben schenken darf. Obwohl -  schon GMV sagt, dass es so kommen wird. Da brauchen wir keine Experten. Super!!

Wertediskussion - ich lache mich tot

Die Unverschämtheiten von gierigen und teilweise kriminellen Managern bringt mich zur Weißglut. Immer mehr Menschen kämpfen um ihre Existenz und diese Gier-Gauner kassieren ab. Dazu gehören Banker, die nach Fast-Pleiten noch Boni kassieren oder kassieren wollen, der vorbestrafte Ex-Postchef Zumwinkel, der noch 20 Millionen Pension einsteckt oder Ex-Real-Hypo-Estate-Oberpappnase Funke, der nach dem „Untergang der Titanic“ als Kapitän und Rausschmiss noch Millionen einklagen will.


Und es geht noch weiter: Den Schwachsinn im Fernsehen will ich nicht mehr sehen und ich will auch nicht dafür bezahlen. Die offensichtlich täglich nicht mehr als zehn Nachrichtenmeldungen aus aller Welt – wobei der Bericht über irgendein, zugegebenermaßen süßes „Viech“ aus irgendeinem Zoo auch noch dominiert, wenn´s ganz dumm kommt – möchte ich nicht 30 mal am Tag vorgekaut bekommen und am nächsten Tag noch in der Zeitung lesen. Halllllooooo! Wie blöde ist das denn alles? Passiert nicht mehr auf der Welt? Gibt es nichts Wichtigeres, Relevanteres – Relevanz1)  ist schließlich eines der Hauptkriterien für die Auswahl von Nachrichten.

Sie haben die Wahl - täglich. Wählen Sie Top-Zeitungen wie Bild (ich kann das nicht lesen, ich versuche es - wirklich - aber ich schaffe diesen Blödsinn nicht mehr - ich bin hoffentlich nicht so blöde, wie die mich gerne hätten), Frau im Spiegel (usw. - die schreiben fast nur aus anderen Zeitungen ab), diverse Abendzeitungen (würg). Dazu die TV-Highlights, wie Dschungel-Camp, Trash-Talkshows mit unglaublichen Dumpfbacken, die ihre (ich lasse das Adjektiv jetzt weg!) Gesichter in die Kamera halten dürfen. Dazu die 700ste Wiederholung von Filmen, Daily-Soaps (also Tages-Seifen) als Stillhalte-ich-brauche-das-echte-Leben-nicht-Glotz-Gehirn-Pillen usw.


Wenn Sie Soaps mögen, Dschungelcamp entgegenfiebern, Big Brother-Fan sind, die Bild oder Abendzeitung lesen und in irgendwelchen Dumm-Foren, -chats, - blogs, -twitters unterwegs sind ... ja dann ... äh, hm ... sind Sie jedenfalls leicht anders gestrickt als ich. Für den einen oder anderen von Ihnen lohnt das weiter lesen (dranbleiben, ist hart aber vielleicht bringt es etwas), für die meisten von Ihnen wahrscheinlich nicht. Für Sie (letztere) noch ein abschließender Tipp, bevor Sie das Buch (also später dann, wenn es als Buch vorliegt) in die Tonne hauen:

GMV sagt: TV öfter abschalten, besser abschaffen, Zeit und Leben gewinnen

 

O.k. es gibt auch ein paar gute Sendungen, einige gute Zeitungen und Magazine und eine Menge guter Bücher. Es gibt tolle Meetings und Kongresse mit kompetenten und spannenden Leuten, die Verantwortung für das übernehmen, was Sie sagen und tun. Aber es gibt auch viel Schrott und eine Menge Wichtigtuer, Blubberer und Dummköpfe. Und genau dafür braucht es GMV. Die "Guten" von den "Schlechten" zu trennen.

Zu erkennen, was Sie wirklich brauchen – und zwar für sich ganz persönlich. Es geht um Ihr Leben. Was bringt Sie weiter – im Job, im Privaten, im Leben?
Was entspannt Sie?
Was hilft Ihnen gesund zu sein und sich wohl zu fühlen?
Was macht Sie glücklich und zufrieden?
Was ist Ihre Aufgabe?
Welchen Beitrag leisten Sie (für mehr GMV in der Welt)?


1) Relevanz: Bedeutsamkeit (für den Hörer, Zuschauer, Leser), im Sinne von „betrifft eine Nachricht, eine Entscheidung, ein Ereignis mein Leben“. Steuererhöhungen sind relevant/bedeutsam – Geld weg! Waldbrände in Kalifornien nicht – nicht für Sie in Deutschland, außer Sie wollen dahin fahren, haben ein Haus, Verwandte oder Freunde dort. Aber Waldbrände in Kalifornien geben „starke Bilder“ und befriedigen Ihren Voyerismus. Sie „glotzen“, also wird es gesendet – ähnliches Phänomen: Gaffer auf der Autobahn bei Unfällen - haben Sie schon mal? Sehen Sie. Ich auch. Aber schon lange nicht mehr. (jetzt höre ich auf, sonst schreibe ich mich in Rage)

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1. März 2009 7 01 /03 /März /2009 11:36

An dieser Stelle klären wir, was ich unter GMV verstehe. Das muss nicht das Selbe sein, was Sie darunter verstehen. Für das Verständnis der folgenden Seiten ist es unerlässlich, dass Sie meine Sichtweise kennen. Sonst lesen, schreiben und reden wir aneinander vorbei - haarscharf und zielsicher. Falls meine Auffassung Ihrer diametral entgegen sreht, können Sie entweder Ihrer Sichtweise etwas hinzufügen. Nämlich, indem Sie meine kennenlernen oder - was viele Menschen tun (bevorzugt lesen Menschen das, was ihre Meinung bestätigt, nicht das, was sie weiterbringt) - das Buch in die Ecke pfeffern (repektive momentan den Blog fluchtartig verlassen und aus Ihrem Gedächtnis und Verzeichnis streichen). Zurück zum Thema: Was sagen denn andere zu GMV: "Was bitte schön ist GMV?"


Wikipedia (19.06.2008)

„Der gesunde Menschenverstand (österreichisch auch Hausverstand) bezeichnet einen Begriff, der eine allgemein akzeptierte Mehrheitsmeinung sowie die Art des Denkens umschreibt, nach der ein Individuum eine Meinung/Einstellung findet. Als Begründung gilt in der Regel vernünftiges Denken.“

 

Diese Erklärung für „Hausverstand“ (mei, die Österreicher) reicht mir bei weitem nicht aus. Eine allgemein akzeptierte Mehrheitsmeinung kann gerade das Gegenteil von GMV sein – denken Sie über gewisse Vorurteile und allgemeingültige Denkmuster nach. „Die Deutschen sind fleißig“, „Das Boot ist voll“, Das letzte Wahlergebnis – wo ist denn hier bitteschön GMV? So betrachtet hat Albert Einstein recht.


Der gesunde Menschenverstand ist die Summe der Vorurteile, die man bis zu seinem 18. Lebensjahr angesammelt hat.“

Albert Einstein


Das will ich so nicht stehen lassen - auch wenn Albert wirklich ein ganz großer war. Vernünftiges Denken als alleinige Definition für GMV ist zu verstandeslastig. Hinzu kommen Gefühl, Intuition und alle Schätze des Unbewussten - eben das Gesunde am GMV. Über zehn Millionen Sinneseindrücke stürzen pro Sekunde auf uns ein, 40 (!) davon können wir mit dem bewussten Verstand erfassen. Der Rest landet im Unterbewusstsein - und bleibt da auch haften.

Wenn Sie sich auf den bewussten Verstand alleine verlassen, sind Sie verloren. Der ist viel zu langsam. Kommt der Tiger um die Ecke, bringt Sie Abwägen zwischen den aktuell verfügbaren Reaktionsalternativen nicht wirklich weiter. Das bringt den Tiger weiter - nicht Sie. In dem Fall schaltet die Natur den Verstand aus - Sie kennen dass: wenn Sie die "Hosen voll haben", bleibt für´s Gehirn, richtiger für´s Denken,  nichts mehr übrig. Reiz-Reaktion ist jetzt das Thema und zwar unter Umgehung aller bremsenden rationalen Denkprozesse. Das rettet Ihr Leben und lässt den Tiger hungrig zurück, wenn´s gut für Sie läuft.


Zu den Sinneseindrücken, die Sie ständig verarbeiten (Tiger etc.), kommen Erkenntnisse, Erfahrungen und Weisheiten, die sich im Laufe von Evolution, Menschheitsgeschichte und Ihrer eigenen Geschichte gefestigt haben - ein riesiger Schatz. An diesen Wissens- und Erfahrungsschatz und viele dieser „Weisheiten“ können Sie sich halten, an Ihren Verstand alleine nicht. Denn Ihr (und mein) Gehirn, Ihr Verstand ist träge, verletzlich, trügerisch - lesen Sie mal ein Buch von Oliver Sacks und Sie trauen sich nicht mehr über den Weg.

Schon mal eine Halluzination gehabt? Nein, dann tricksen wir Ihren Verstand, der ja u.a. die Sinneseindrücke verarbeitet und wiedergibt einfach einmal aus - siehe Abbildung. Was sagt Ihr gesunder Menschenverstand dazu? Ich bin recht sicher, Sie erinnern sich spontan an eine Situation, in der Sie etwas völlig falsch eingeschätzt oder eine falsche Entscheidungen getroffen haben. Dazu kommt, dass sich der Verstand permanent austricksen lässt und noch schlimmer - selbst belügt - letzteres ist wissenschaftlich erwiesen: wir, also unser bewußter Verstand, beschönigen beispielsweise unsere Vergangenheit, unsere Geschichte ständig (dazu später mehr) - wir belügen uns, dass es nur so kracht.

Das macht es erträglich, denn es lässt unsere Erlebnisse, unser Verhalten und vor allem unsere Entscheidungen i.d.R. in einem hellen, wohligen, angenehmen Licht erscheinen. Und Sie selbst sind der Beleuchter, der je nach Wunsch an den Lichtschaltern dreht. Nämlich so, das es gerade für Sie passt.

GMV ist eine durchaus individuelle Anlegenheit, nach meiner Sichtweise. Das ist gut, denn in Massen neigen Menschen manchmal dazu, eine Menge Mist zu machen. Denn wenn alle der selbene optischen Täuschung erliegen, halten Sie sie am Ende für wahr. Motto: fresst Scheisse Leute, denn 50 Milliarden Fliegen können sich nicht ihrren. So werden bestimmte Menschen (z.B. Farbige) dann als Gegenstand betrachtet (Sklaverei), zünden Hohlköpfe Häuser an, in denen Asylanten wohnen (denn die sind an der Dummheit und dem Unglück der Hohlköpfe schuld), rennen alle blind einem Führer hinterher und sehen nicht, was passiert (oder wollen nicht), wählen Menschen Bush. All das passiert eher nicht, wenn Menschen alleine oder höchstens zu zweit denken und entscheiden. Falls Sie Fußballfan und irgend ein anderer Hardcore-Fan sind, schauen Sie sich selbst mal an (Video oder so), wie Sie als Fan in Ihrem Fanblock so drauf sind. Am besten in Nahaufnahme. Sie werden wahrscheinlich erschrecken. Wenn nicht - ich kenne da einige gute Therapeuten.


Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit.
Anatole France, 1844 – 1924, französischer Schriftsteller und Literatur-N
o
belpreisträger

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15. Februar 2009 7 15 /02 /Februar /2009 11:28

Ich bin ein einigermaßen schlaues Köpfchen (sehen sie, Selbstbetrug. Sagen aber auch andere über mich), habe Lehramt Sport/Germanistik studiert (meinen Lehrauftrag haben Sie in der Hand), habe 25 Jahre Erfahrungen als Journalist, Marketingberater, Kommunikationstrainer, Coach und Moderator. Aber auch als Kind, Mensch, Partner, Freund, Musiker, Maler, Sportler, Kickboxer, Ehemann, Vater, Mensch mit Stärken und Schwächen. Ich denke, dass ich recht locker und unterhaltsam schreibe (was nicht am Germanistikstudium liegt: das ist eine Katastrophe, da lernt man quasi nichts, was man wirklich gebrauchen könnte). Wenn Sie das anders sehen, behalten Sie es für sich.

Sie werden nach dem Genuss dieses Buches1) einiges mehr wissen, ein paar mal gelacht oder geschmunzelt haben, einige Male nachdenken über die Welt, sich selbst und Ihr Verhältnis zu dem Ganzen. Und vielleicht ändern Sie einige Dinge in Ihrem Leben, Ihrem Verhalten oder Ihrer Kommunikation – vielleicht aber auch nicht. Kaufen Sie trotzdem mehrere Exemplare davon und verschenken Sie einige oder empfehlen Sie sie weiter (erscheint vielleicht Ende des Jahres, mal sehen). Ich weiss nicht, ob Ihnen das Buch weiterhilft mehr GMV nutzen zu können, zufriedener und erfolgreicher zu sein. Keine Ahnung. Wirklich nicht. Aber wenn Ihnen das Lesen so viel Spass bereitet wie mir das Schreiben, ist das schon mal etwas. (Verkaufsstrategie: Redundanz (Wiederholen) -Ehrlichkeit, Nutzen, Humor)

 

„Zum zehnten Mal wiederholt, wird es gefallen.“
Horaz, Dichter der Antike

 

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass dieses Buch nicht für jeden etwas ist, nicht jedem gefällt. Es ist mir auch egal. Wirklich. Früher wollte ich unbedingt, dass die Dinge, die ich tat, jedem gefallen, wirklich jedem. Das ist Quatsch. GMV sagt, das geht nicht (jeder Jeck ist anders – Kölner Weißheit) und es ist marketingtechnisch völliger Unsinn. So schaffen Sie kein Profil. Das sagt Ihnen jeder Marketingstudent im vierten Semester. Aber ich hatte kein Marketing studiert und war einfach so gestrickt – ein Harmonie-ich-möchte-allen-gefallen-Typ. Das ist immer noch nicht ganz ausgestanden aber es wird gerade eben, wo ich diese Zeilen schreibe besser (17.06.2008, 15 Uhr, ein Tag nach dem 1:0 über Österreich bei der EM, 18 Grad, bewölkt – was haben Sie an diesem Tag gemacht?). Vielleicht wird das Buch stark kritisiert von Experten des einen oder anderen Faches, vielleicht sogar von Kritikern zerrissen. Nun, wenn ich das erreicht habe, dann ist es ein tatsächlich erfolgreiches Buch und alleine deswegen werden es mehr Menschen kaufen. Also es ist mir nicht völlig egal, wie das Werk angenommen und beurteilt wird. Ich möchte nicht dafür ins Gefängnis kommen, keine Strafen zahlen, keinen Rechtsstreit mit irgendwem. Ich lasse mich da auch juristisch beraten – GMV! Aber sonst ... Meine Mission ist es, mehr gesunden Menschenverstand in die Welt zu bringen. (manche halten das für eine Utopie)

 

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher

Albert Einstein, deutscher Physiker und Nobelpreisträger

1) „Genuss dieses Buches“ ist Werbesprache. Unterbewußt bleibt „Genuss“ hängen. Das ist ein Schlüsselwort. Eine Liste der Schlüsselworte, die Werber verwenden finden Sie im Anhang (also später dann im Buch). Fallen Sie nicht darauf herein. Ob etwas für Sie ein Genuss ist, entscheiden nur Sie allein. Normale Sprache: „Beim Lesen dieses Buches“

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4. Februar 2009 3 04 /02 /Februar /2009 19:16

EinTritt in den Hintern

 

Natürlich: alles wird komplexer, schwieriger, entmenschlichter ... meine Güte. Hören wir auf zu jammern (hallo Larry!1). Sie standen oder stehen wahrscheinlich oft dicht davor, das Richtige zu tun. Denn Ihre Intuition, Ihre Gefühle, Ihre Erfahrungen, Ihr Wissen, also Ihr GMV sagen Ihnen, was zu tun ist. Und doch tun Sie das Falsche: gehen nicht gegen Ungerechtigkeiten an, lassen sich weiterhin alles gefallen, wechseln nicht den Job, der Sie krank macht, sitzen weiterhin jeden Abend stundenlang vor der Glotze, essen zuviel, zu fett und bewegen sich nicht genug, rauchen, saufen, nehmen Drogen und /oder Medikamente zum Aufpeppen, Beruhigen, für gute Stimmung, zum besseren Schlafen etc. (Sie können die Themen beliebig mit rasen, stinkfaul sein, betrügen, lügen etc. austauschen, so wie es für Sie passt).

Vielleicht geht es Ihnen deshalb nicht so besonders. Sie wissen, dass Sie Mist bauen. Ändern Sie das. GMV lässt Sie den Schritt zum stimmigen und authentischen Denken, Kommunizieren und Handeln gehen. Pfeifen Sie auf die Statistik über Depressionen – sie hilft Ihnen nicht. Benutzen Sie GMV und machen Sie sich auf den Weg zu einem besseren Leben. (Verkaufsstrategie: Probleme und Lösung aufzeigen)

 

Die Konsequenzen aus einer GMV-Haltung sind unangenehm, teilweise schmerzhaft. Dessen sollten Sie sich bewusst sein. GMV ist ganz einfach und verlangt viel. Auch dass Sie über Ihre eigenen Schatten springen. Beispielsweise wenn Sie in Ihrem Job unglücklich sind, sagt GMV: Tu etwas anderes! Das ist anstrengend. Sie ändern quasi Ihr Leben. Davor haben Sie vielleicht Angst. Hatte ich auch. Ich habe mein Leben nach einem „Burn out2)“ (2004 war ich einfach am Ende), ändern müssen. Nicht ganz freiwillig. Aber manchmal braucht es „einen Tritt in der Hintern“ (Larry Winget). Und das war gut so!

 

Über mich

Ach ja. Ich bin 50 Jahre alt. Falls Sie jünger als 30 sind, könnte es sein, dass Sie mich nicht wirklich verstehen. Nicht weil ich schlauer bin als Sie – falls es allerdings so sein sollte, dann auch deswegen. Ich bin einfach älter und spreche eine andere Sprache, verstehe nicht so viel von Computern, von Play Station und der virtuellen Welt, in der Sie sich eventuell wesentlich mehr bewegen als ich. Ich stehe auch mehr auf die reale Welt – Sie vielleicht nicht. Wer weiß. GMV sagt, schau ab und zu mal raus, ob die Sonne noch scheint, alles an seinem Platz ist und atme kräftig ein – schon alleine wegen des Sauerstoffs. Vielleicht ist Ihnen das aber egal und Sie gehören zur „Generation Doof“3), dann ist das Buch nichts für Sie, schon rein sprachlich..

Manchmal bin ich oberlehrerhaft – damit kommen Sie schon klar. Sie gehören bestimmt zu den Menschen, die schon früh erkennen wollen, was wirklich läuft und was wichtig ist und die es einfach satt haben. Wären Sie sonst hier!? (Verkaufsstrategie: Einschränkung und gleichzeitig erheben in eine exklusive Gruppe: Sie gehören nicht zu den Doofen, Sie sind etwas Besonderes – hoffentlich!). Das hatten wir schon mal: Alle anderen auf der Autobahn sind Idioten. Warum nur denken wir, dass wir so viel besser sind, als der Rest der Welt? Weil uns unser Gehirn etwas vormacht. Wir betrügen uns selbst – ständig. Sie auch. Ich ebenso. Dazu später mehr spannende Erkenntnisse aus Psychologie und Neurobiologie.

 

„Wer in einem gewissen Alter nicht merkt, dass er hauptsächlich von Idioten umgeben ist, merkt es aus einem gewissen Grunde nicht“

Curt Goetz, deutscher Schriftsteller und Schauspieler


Jürgen

 

1. Larry Winget: Halt den Mund, hör auf zu heulen und lebe endlich, Börsenmedien, 2007

2. Ein Burnout-Syndrom (engl. (to) burn out: „ausbrennen“) ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit, das als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden kann, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse (Wunschversagungen) zu Desillusionierung (Enttäuschung, d.A.) und Apathie (u.a. Gleichgültigkeit, Leidenschaftslosigkeit, d.A.) psychosomatischen Erkrankungen (seelisch basierte Erkrankungen, d.A.) und Depression (Niedergeschlagenheit, d.A.) oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt. Quelle: Pschyrembel klinisches Wörterbuch 261. Auflage, 2007

3. Bronner, Weiss: Generation Doof, Bastei/Lübbe, 2008
Klappentext: Niklas glaubt der Dreisatz wäre eine olympische Disziplin. Latoya kennt drei skandinavische Länder: Schweden, Holland und Nordpool. Und Tamara-Michele hält den Bundestag für einen Feiertag. Einzelfälle? Mitnichten. Eine ganze Generation scheint zu verblöden. (...) Eine Karriere als Popstar erscheint dem Bäckerlehrling verlockender als eine solide Ausbildung. (wenn ich Bäcker werden sollte, würde ich auch mal kurz über Alternativen nachdenken, d.A.)

 

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18. Januar 2009 7 18 /01 /Januar /2009 13:41

Warum so viele auf hohem Niveau herumjammern

Viele, ja immer mehr, sind unzufrieden, unglücklich, deprimiert, obwohl es uns im allgemeinen materiell besser geht als früheren Generationen und als Menschen in Ländern mit weniger Wohlstand. Die wiederum sind nach Untersuchungen, beispielsweise vom Psychologen David G.Myers1) meistens glücklicher als wir. Er fand in Langzeituntersuchungen heraus, dass es lediglich einen recht schwachen Zusammenhang zwischen Glück und Wohlstand gibt.

Dazu passt auch die Erkenntnis, dass es immer mehr Depressive und sonstige psychisch angeschlagene und Kranke gibt (ich habe mir meinen „burn out“ auch schon genommen, ich weiss, wovon ich schreibe).

 

„Die Anzahl der Depressionen ist (in den USA – der Autor) heute zehnmal so hoch wie in den sechziger Jahren, und das Durchschnittsalter der Depressiven liegt heute bei 14,5 Jahren im Vergleich zu 29,5 Jahren im Jahr 1960. (...) Andere Länder treten in die Fußstapfen der Vereinigten Staaten. Im Jahr 1957 gaben 52 Prozent der Briten an, sehr glücklich zu sein, im Vergleich zu 36 Prozent im Jahr 2005 – und das, obwohl die Briten im letzten Jahrhundert ihren Wohlstand verdreifacht haben.“ (Ben-Shahar, S.13)2)

 

Warum das so ist, beantworten Experten mit unterschiedlichsten Gründen. Nichts genaues weiss man also nicht. Das Bundesgesundheitsministerium versucht sich in seinen „Gesundheitszielen“3) an einer für ein Ministerium typischen Erklärung.

„Es wird eine Zunahme depressiver Erkrankungen in den westlichen Industrieländern in Abhängigkeit von gesellschaftlichen Faktoren diskutiert, z.B. dem Zusammenbrechen familiärer Strukturen und deren Folgeerscheinungen, der Enttraditionalisierung und dem Sinnverlust, den unsicheren Berufsperspektiven angesichts steigender Arbeitslosigkeit und der Gefährdung der sozialen Gerechtigkeit.“

Ach was! An die eigene Nase fassen ist nicht. Dann muss ich wohl ...

 

Fehlt noch ein wichtiger Grund – GMV einschalten: Die steigende Inkompetenz und Dummheit der Politiker und der Beamten. Denn wer trägt ein gewaltiges Stück dazu bei, dass Sinnverlust, Arbeitslosigkeit und soziale Ungerechtigkeit bedeutender werden. Tja, Frau Schmidt – Sie und Ihre Kollegen (Frau Schmidt und ich kennen uns übrigens aus meiner Zeit beim Hörfunk in Aachen – sie wird´s vergessen haben). Bundeskanzler und Außenminister, die zum 107ten mal den Partner wechseln, Ehrenworte von Ministerpräsidenten, die ein Schlag ins Wasser sind, Heimlichtuerein aller Politiker (Offenlegen der Einkünfte – was haben sie zu verbergen?), Klüngel zwischen Politik und Wirtschaft zum Nachteil der Menschen, Geldverschwendung4), Kultur in Talkshows – lassen Sie das bloß Ihre Kinder nicht sehen. Ich höre lieber auf, denn es nimmt kein Ende. Ich überlege schon lange, welcher Politiker für mich ein Vorbild sein könnte ... Tja, äh ... hm (wenn Sie einen Vorschlag haben, schicken Sie mir ne Mail mit Begründung (Zugehörigkeit zu einer bestimmten Partei genügt nicht!) – aber nur wenn Sie kein Politiker sind und nicht sich selbst benennen.

 

Falsches Wachstum

Die Autos werden immer dicker, die Menschen auch. Gleichzeitig blicken Sie immer weniger durch, haben quasi nichts mehr im Griff, erdulden, dass Sie belogen und über den Tisch gezogen werden (auch vom Gesundheitsministerium – die Gesundheitsreform! – wir zahlen, die Pharmaindustrie zockt weiter ab). Die Menschen hocken immer häufiger alleine oder zu mehreren schweigend vor der Glotze (zum Medienverhalten und dem Verhalten der Medien später mehr – ein trauriges Kapitel). Depressiv auf hohem Niveau macht aber leider auch keinen Spass – ich weiss, wovon ich spreche. Meine These: Der Rückgang von GMV führt zu mehr Depressionen. Das Gute daran: Sie können das ändern. Auf Dinge wie Wirtschaft, Gesellschaft, Politik etc. haben Sie weniger Einfluss (kommen Sie mir jetzt nicht mit den Wahlen). Auf sich schon.

 

 

1) Myers, D.G.: The Funds, Friends, and Faith of happy People, in: American Psychologist 55, 2000

2) Tal Ben Shahar: Glücklicher, Riemann, München 2007

3) www.gesundheitsziele.de, Forum zur Entwicklung und Umsetzung von Gesundheitszielen in Deutschland, Bericht 6. nationales Gesundheitsziel, Depressive Erkrankungen: verhindern, früh erkennen, nachhaltig behandeln. 1.März 2006

4) Manager Magazin: Staat verplempert Milliarden
“Fehlplanungen, steuerfinanzierter Luxus, teure Imagepflege und unnötige Reisen: Die Verschwendung von Steuergeldern belief sich im vergangenen Jahr nach Schätzungen des Steuerzahlerbundes erneut auf 30 Milliarden Euro. (...) Kritisch führt der Verband die Aufteilung mehrerer Ministerien zwischen Berlin und Bonn an, der jährlich rund 66.000 Dienstreisen zwischen beiden Städten mit Flugkosten von neun Millionen Euro und einen Posttransfer von 750 Tonnen pro Jahr mit sich bringe.“

Quelle: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,508296,00.html, 22.07.2008

 

 

Copyright Jürgen Zirbik 2009

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11. Januar 2009 7 11 /01 /Januar /2009 13:29

Von Decartes1) stammt der Ausspruch: „Ich denke, also bin ich“. Damit huldigt er dem rationalen, bewusst entscheidenden Verstandesmenschen. Nach diesem Satz hat die Wissenschaft in unseren Breiten über Jahrhunderte die Teilung von Geist und Körper vertreten. Die Seele war Sache der Kirche und damit auch nicht unbedingt innovativer wissenschaftlicher Betrachtungen ausgeliefert. Nach heutigen Erkenntnissen liegt Decartes voll daneben.

 

„Ich denke, also bin ich» – dieser Satz von Descartes ist wohl der berühmteste in der Geschichte der Philosophie. Die Trennung von Körper und Geist ist in der westlichen Kultur tief verankert. Der Hirnforscher Antonio Damasio argumentiert, auf der Basis neuer Forschung, dass neben der Ratio auch Emotionen unerlässlich sind für eine „kluge“ Lebensführung.“ (Antonio Damasio: Decartes´ Irrtum, Klappentext)

 

Beim gesunden Menschenverstand ist er schon dabei, der Verstand. Er folgt jedoch eher der Voraussetzung „ich „hirne“, also bin ich“. Und das Gehirn „ist“ alles, was uns ausmacht – bewusstes Denken, Fühlen, Wissen, Nicht-Wissen (im Sinne des unbewußten Wissens), Emotionen, Regelzentrale, Steuerung; „Seele“ etc.). „Verstand“ im Sinne von Ratio ist das, was vor allem im Großhirn abläuft - das Denken, das vernünftige, rationale Denken. Das ist sehr verkürzt, vereinfacht, aber für unsere Betrachtungen genügt es. Wikipedia sagt (19.06.2008) „Das Wort „Verstand“ ist das Substantiv zu „verstehen“ von althochdeutsch „firstȃn“, im Sinne von „dicht davor stehen“, um zu erkennen und zu begreifen.“

Deshalb ist es gut, dass bei GMV zum bewussten Verstand die Natur, die Intuition und das Unbewusste hinzu kommen. Dass Erfahrung, Erlebtes, Emotion, allgemein Gültiges dazu kommen. All diese Faktoren beeinflussen unser Denken und unsere Entscheidungen und sind Teil des gesunden Menschenverstandes. Ohne GMV mit den zwei Komponenten „Natur trifft Verstand“ (der letztlich auch Natur ist) blieben wir oft „firstan“, davor stehen, vor der Erkenntnis, dem Begreifen. Zwar dicht, aber doch leider davor. (ist klar, was ich meine? Wenn nicht schreiben Sie mir eine mail oder lesen den Absatz besser noch mal)

 

Nun sind die meisten Menschen nicht wirklich wissentlich dumm, machen nicht ständig gewollt Dummheiten – manche leider schon.. Es kommt vor. Manchmal handeln wir wider besseres Wissen. Hab ich auch schon gemacht – ziemlich oft. Wenn ich so darüber nachdenke, passiert mir das heute auch noch. Ich rauche schon mal gerne eine Zigarette. Das ist wider besseres Wissen gehandelt und somit dumm, wirklich. Falls Sie auch rauchen, sind Sie ebenfalls einfach dumm. Sorry, aber es ist so. Sie vergiften sich und wenn es blöd läuft werden Sie krank und bringen sich zugweise um. Ich weiss nicht wirklich, wie das mit der Dummheit bei Ihnen ist – ich kenne Sie ja nicht. Das können nur Sie beantworten, wenn Sie ehrlich mit sich selbst umgehen. Oder Ihre Frau, Freundin , Freund oder Freunde.

Fragen Sie einmal und bitten Sie um ehrliche Antwort. O.k. vergessen Sie es – das mit der ehrlichen Antwort klappt nicht. GMV.

 

Exkurs: Die Lüge und andere Erkenntnisse

„Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Gedächtnis leisten“2). Genau. Der erste Bundespräsident (1949 bis 1959) musste es ja wissen. Schließlich hat er sich Jahrzehnte in Diplomaten und Politikerkreisen bewegt. Und die Lügen bekanntlich was das Zeug hält (GMV: Clinton, Barschel, Bush, Ulbricht, Ypsilanti ...). Aber Sie sollten den vom Image her eh schon gebeutelten mit Nachsicht begegnen, denn unter dem Strich sind Sie und ich auch nicht viel besser. Das sagt Ihnen schon der gesunde Menschenverstand, wenn sie ehrlich sind (Was war Ihre letzte Lüge – kann noch nicht lange her sein). Wissenschaftlich ist heute klar: Lügen ist so etwas wie Atmen, Dummheit und Sex. Manchmal nötig, unvermeidlich und angeboren.

 

„Jeder Mensch lügt bis zu 200 Mal am Tag - allerdings nicht immer vorsätzlich. Oft lügen wir aus Höflichkeit, Bescheidenheit oder um uns besser darzustellen. (...) Der Hauptgrund für eine Lüge ist aber die Angst- wir lügen, wenn wir uns nicht sicher fühlen oder uns selbst beruhigen müssen. Dabei schwindeln wir nicht nur andere Menschen an, sondern auch uns selbst. (und zwar ständig. Insbesondere unsere Vergangenheit verklären wir und verzerren sie extrem zu unseren Gunsten: Anmerkung des Autors)

Männer lügen, wenn es um den Job, das Auto und die Freizeitaktivitäten geht - Frauen lügen eher über ihr Alter, ihr Gewicht und die Einkäufe. Und auch Kinder können wahre Meister des Lügens sein: Schon mit etwa vier Jahren beginnen sie, bewusst zu lügen. (...) Wissenschaftler sind sich einig: "Lügen lernen" ist Teil unserer geistigen Entwicklung.“

Quelle: http://www.br-online.de/wissen/forschung, 11.01.2009

 

Da haben wir den Salat. Wir sind einfach in vielen Dingen Opfer unserer Natur. Männer gehen fremd (genetisch und evolutions-geschichtlich bedingt), Frauen können nicht einparken, Menschen lügen. GMV sagt: Die Erkenntnisse der Wissenschaft werden sich ändern. Also nehmen Sie das alles nicht zu ernst, sondern bleiben Sie wissenstechnisch am Ball. Das kann morgen schon wieder ganz anders aussehen – aus wissenschaftlicher Sicht. GMV sagt auch: Sie haben Einfluss auf Ihre Entscheidungen (Lügen, Nicht-Lügen, Fremdgehen, Auftrag annehmen, Kündigen ...), auch wenn die Wissenschaft da heute auch schon mal anderes behauptet – siehe das Libet-Experiment3).

 

1) René Descartes, 1596- 1650, französischer Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler. Descartes gilt als der Begründer des modernen frühneuzeitlichen Rationalismus, den Spinoza, Malebranche und Leibniz kritisch-konstruktiv weitergeführt haben. Sein rationalistiches Denken wird auch Cartesianismus genannt. Er ist außerdem für das berühmte Dictum „cogito ergo sum“ („ich denke, also bin ich“) bekannt, das die Grundlage seiner Metaphysik bildet, aber auch das Selbstbewusstsein als genuin philosophisches Thema eingeführt hat. Seine Auffassung bezüglich der Existenz von zwei nicht miteinander wechselwirkenden, voneinander verschiedenen 'Substanzen' - Geist und Materie - ist heute als Cartesianischer Dualismus bekannt und steht im Gegensatz zu den verschiedenen Varianten des Monismus sowie zur dualistischen Naturphilosophie Isaac Newtons, der die Wechselwirkung aktiver immaterieller „Kräfte der Natur“ mit der absolut passiven Materie lehrt. (Wikipedia, 30.06.2008)

2) „Für den Soziologen Peter Stiegnitz ist die Lüge "das Salz des Lebens" - eine Prise macht das Leben leichter, zu viel macht es ungenießbar. Geübten Lügnern merkt man auf den ersten Blick oft nicht an, wenn sie die Unwahrheit sagen. Dabei kann alleine die Mimik eine Lüge enttarnen - manchmal selbst bei "Profis". Spätestens durch einen Blick ins Gehirn kann auch die beste Lüge aufgedeckt werden. Kernspin-Aufnahmen zeigen, dass notorische Lügner eine andere Hirnstruktur als aufrichtige Menschen haben und mit Hilfe eines Magnetresonanztomografen wird deutlich: Lügen ist für das Gehirn anstrengender, als bei der Wahrheit zu bleiben.“ Quelle: http://www.br-online.de/wissen/forschung 11.01.2009

3) “Als Libet-Experiment wurde ein Versuch zur Messung der zeitlichen Abfolge einer bewussten Handlungsentscheidung und ihrer motorischen Umsetzung bekannt, den der Physiologe Benjamin Libet 1979 durchgeführt hat. Seine Bedeutung für die Philosophie des Geistes war Gegenstand lebhafter Diskussionen; noch heute wird das Experiment häufig in der Debatte über die menschliche Willensfreiheit angeführt.“ Quelle: Wikipedia, 11.01.2009

Anhand von EG-Aufzeichnung wies Libet nach, dass bei einfachen motorischen Vorgängen, ein bewusster Handlungswunsch deutlich nach unbewussten Aktivitäten des Gehirns festzustellen war.

„Libet selbst folgerte zunächst aus seinen Resultaten, dass der Entschluss zu handeln von unbewussten Gehirnprozessen gefällt wird, bevor er als Handlungswunsch ins Bewusstsein dringt; die bewusste Entscheidung sei somit nicht ursächlich für die Handlung.“ Quelle: Wikipedia, 11.01.2009


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