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7. November 2013 4 07 /11 /November /2013 18:30

Verhaltensgesetze: Das Gesetz der Macht

Mann-ohne-Kopf_klein.jpgDie Auswirkungen des Gesetzes der Macht liegen auf der Hand. Schon der gesunde Menschenverstand sagt uns, dass wir dem Menschen, den wir als übergeordnet und wichtig einschätzen, mehr Glauben schenken, eher Vertrauen entgegenbringen und ihn für kompetenter halten. 

Im Dunstkreis der Macht bewegen sich Experten, Berufsstände mit hohem Ansehen, wie beispielsweise Ärzte oder Wissenschaftler. Das spiegelt sich auch darin, welch hohen Stellenwert immer noch akademische Titel in unserer Gesellschaft haben. „Immer noch“ sage ich, weil immer wieder und immer häufiger Doktorarbeits-Betrüger entlarvt werden. Wir Nicht-Doktores lachen uns dann ins Fäustchen - Schadenfreude.

Warum sind wir so leicht zu kriegen?

Viele Menschen neigen dazu, den Aussagen von Ärzten einfach zu glauben, obwohl wir rational wissen, dass auch hier eine ganze Menge Fehler passieren. Kleinere Fehler tun weh, große sind final und damit dramatisch. Nur am Rande: „Das Aktionsbündnis Patientensicherheit schätzt, dass jährlich etwa 17.000 Patienten durch ärztliche Behandlungsfehler sterben.“  Nur zum Vergleich: Im Straßenverkehr waren 2012 weit weniger als 4000 Todesfälle zu beklagen.

Machtzuschreibung gründet unter anderem auf Expertenstatus. Verfügen Sie in einem Gespräch oder einer Kommunikationssituation nicht von vorneherein über eine bestimmte Machtposition oder eine hohe Expertenzuschreibung, ist es sinnvoll und hilfreich einen Expertenstatus, beispielsweise durch Fachkompetenz, aufzubauen. Verfügen Sie über solch eine Position und solch einen Status aus Sicht des Gesprächspartners oder des Publikums, können Sie fast alles fordern, was Sie wollen. Die Menschen werden Ihnen folgen. Glauben Sie nicht? Dann schauen Sie sich folgendes berühmte Experiment an.

Schock: Wir machen fast jeden Mist

„Das Milgram-Experiment ist ein erstmals 1961 in New Haven durchgeführtes psychologisches Experiment, das von dem Psychologen Stanley Milgram entwickelt wurde, um die Bereitschaft durchschnittlicher Personen zu testen, autoritären Anweisungen auch dann Folge zu leisten, wenn sie in direktem Widerspruch zu ihrem Gewissen stehen. Der Versuch bestand darin, dass ein „Lehrer“ – die eigentliche Versuchsperson – einem „Schüler“ (ein Schauspieler) bei Fehlern in der Zusammensetzung von Wortpaaren jeweils einen elektrischen Schlag versetzte. Ein Versuchsleiter (ebenso ein Schauspieler) gab dazu Anweisungen. Die Intensität des elektrischen Schlages sollte nach jedem Fehler erhöht werden. Diese Anordnung wurde in verschiedenen Variationen durchgeführt.“

Wie stark Autorität in den Menschen wirkt, zeigen die erschreckenden Ergebnisse: Von den 40 Versuchsteilnehmern gaben auf Anweisung des Versuchsleiters 26 Stromstöße bis 450 Volt (tödlich), nur 14 brachen vorher ab. Alle hatten ab einem bestimmten Punkt erhebliche Bedenken. Der größte Teil der Versuchspersonen machte einfach weiter – der Versuchsleiter musste es ja wissen.

Aber heutzutage...

Jetzt können Sie sagen, das sei 1961 gewesen. Da herrschten noch eher Obrigkeitsdenken und Autoritätsgläubigkeit vor. Die Menschheit hat sich weiterentwickelt. In unseren Breiten sind heute mehr Menschen gebildet. Dann werfen Sie einen Blick auf die neuere Forschung – nun lesen Sie schon!

„Beim Milgram-Experiment quälten vor knapp einem halben Jahrhundert normale Bürger andere Versuchspersonen. Zwei Drittel der Testpersonen waren bereit, auf autoritäre Anweisungen Grausamkeiten zu begehen. Jetzt ist der Versuch wiederholt worden – mit erschreckenden Ergebnissen. (...) Jetzt hat der Psychologe Jerry M. Burger von der Santa Clara University in Kalifornien das Experiment erneut durchgeführt und damit die Hoffnung zerstört, die Menschheit hätte sich seit den frühen 60er Jahren moralisch weiterentwickelt. Trotz gesellschaftlicher Liberalisierung, der gestiegenen Bedeutung individuellen Glücks, der harschen Kritik an traditionellen Autoritäten und der Emanzipation von konventionellen Zwängen hat sich die Zahl derer, die sich einer unmenschlichen Anweisung verweigern, nicht erhöht. Im Konfliktfall bleibt ein Drittel moralisch standfest, und zwei Drittel gehorchen.“

Wir passen uns Mächtigen an

Das Gesetz der Macht funktioniert nach wie vor bestens – leider. Damit arbeitet Werbung sehr gerne. Sogenannte Experten, Autoritäten, Wissenschaftler, Doktoren (der Titel ist das entscheidende), Berühmtheiten oder Zahnarztfrauen – ja, auch Zahnarztfrauen weisen wir Autorität bezüglich Zahnpflege zu! – erwischen uns sozusagen unbewusst durch die gespielte Autorität via zugeschriebener Kompetenz.

Einige Politiker haben das erkannt und versucht, sich einen Doktortitel zu erschleichen. Das ging nach hinten los. Und sie wussten genau, warum sie sich auf das Spielchen eingelassen hatten. Menschen reagieren unbewusst auf vermutete oder echte Macht. „Kommunikationsexperten haben herausgefunden, dass Menschen bei Gesprächen unbewusst ihre Stimme und ihre Sprechweise an die ihrer Gesprächspartner anpassen, wenn es sich bei diesen um Personen mit hohem Prestige handelt. Eine Studie untersuchte dieses Phänomen anhand von Gesprächen aus der Larry King US-Talkshow. Wenn King Gäste von hohem Rang und Namen interviewte (beispielsweise Bill Clinton, George W. Bush oder Barbara Streisand) passte er seine Sprechweise der ihrigen an. Hatten seine Gäste jedoch einen weniger hohen Status, passten sich diese ihrerseits der Sprechweise des Moderators an.“

Kleider machen Leute - auch heute

Besonders gerne „buckeln“ wir unbewusst vor den Tricks des Äußerlichen, weil wir bestimmten Dingen dadurch Autorität zuweisen. „Kleider machen Leute“ stimmt insofern, als wir bestimmter Kleidung besondere Attribute zuweisen. Uniformen mit Glitzer und Flimmer sind die direkteste Ausprägung davon – wir reagieren schon auf bloße Symbole. Null GMV. Die älteren unter uns erinnern sich an den Hauptmann von Köpenick – ein armer Schlucker im Deutschland Anfang des 20sten Jahrhunderts probiert eine Hauptmannsuniform an ... und schon geht es los. Wir verbinden mit bestimmtem Äußeren – Klick-Surr – unbewusst Status, Autorität, Macht, Geld... oder eben das Gegenteil.

So ist schon mancher Verkäufer an einem guten Geschäft vorbeigeschlittert, weil er den „Aufzug“ eines Interessenten voreilig in die falsche innere Schublade steckte. Der Millionär, der nach dem Sport im Trainingsanzug bei Ferrari oder Porsche vorbeischaute, wurde keines Blickes gewürdigt, zog unverrichteter Dinge wieder ab und gab die 180 Tausend einem aufmerksameren Verkäufer.

 

Quelle: http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2012-02/behandlungsfehler-todefaelle
http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment, 29.02.2012
http://www.welt.de/vermischtes/article2487625/Wie-normale-Menschen-zu-Folterknechten-werden.html, 29.02.2012
Robert Cialdini: Die Psychologie des Überzeugens, 2007, S.270
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28. Januar 2012 6 28 /01 /Januar /2012 12:03

Kundegenervt Hochkant orangeGeheimdienste und Polizei werben auf der ganzen Welt Informanten an, um die großen Fische an die Angel zu bekommen. Die Informanten plaudern, wenn Sie unter Druck gesetzt werden oder wenn Vertrauen besteht. Letzeres funktioniert prima, ersteres leidlich - so jedenfalls der echte Agent Leo Martin (Deckname, klar). Von dem Mann kann man eine Menge lernen.

Kommunikation - wir beide sind o.k.
Mit dieser Grundhaltung tun sich viele schwer. Das liegt u.a. an dem psychologischen Phänomen der "Egozentrik": jeder denkt, er weiß es besser - das ist ganz normal. Zwar oft überraschend, wenn ich bedenke mit welchen "Schwachmaten" ich manchmal zu tun ... schon wieder in die "Egofalle" gerutscht.

Beziehungsebene - liebe dein Feinde?
Gerade im kriminellen Umfeld ist es sicher schwer, die Grundhaltung "beide o.k." auch nur annähernd durchzuhalten. Dafür ist sie umso wichtiger. "Diese scheinbare Kleinigkeit verändert alles, denn wir können keine tragfähigen Beziehungen zu Menschen aufbauen, die wir abwerten."*

Martin gelingt es, auch zu Kriminellen und Menschen, die ihn nerven, Wertschätzung aufzubauen. Denn er weiss aus Erfahrung, dass eine gute Beziehung die Voraussetzung für alles andere in der Kommunikation ist. Viele Studien bestätigen das übrigens. Sie wissen ja - Wirkung: Sachebene 10%, Beziehungsebene 90%.

Wertschätzung für jeden. Wie bekommt er das hin?
"Es ist einfacher als Sie vielleicht glauben. Sie müssen an einem Menschen, der es Ihnen womöglich nicht leicht macht, ihn zu mögen, zunächst etwas finden, das Sie wertschätzen können."

Motto: Gut, dieser Mitarbeiter ist faul, hinterlistig und verlogen. Aber wenn er von seinen Kindern spricht, hat er ein Leuchten in den Augen. Auch Führungskommunikation gelingt so um ein Vielfaches besser.

Dieser kleine Trick verändert die Beziehungsebene radikal. Auch weil er die Ebenen der Identität und Zugehörigkeit anspricht, wie sie aus den "logischen Ebenen" bekannt sind. Auch der Gesprächspartner begegnet uns dadurch offener. Sie wissen ja: Wie es in den Wald hineinruft ... (GMV)

Ein Tipp an alle Geheimagenten
aus dem Talmud:
Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Taten,
achte auf deine Taten, denn sie zu Gewohnheiten, ...


* Quelle: Leo Martin: Ich krieg dich!: Menschen für sich gewinnen - Ein Ex-Agent verrät die besten Strategien

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27. Januar 2012 5 27 /01 /Januar /2012 12:11

Auf was Psychologen alles kommen - und was sie so alles studieren. So untersuchte der Franzose Gueguén die Wirkung von Frauenbrüsten auf Männer - Ergebnis: Männer werden von Frauen mit großem Busen angezogen. Das hätten wir auch ohne die Untersuchung gewußt (GMV). Er untersuchte auch die "Macht der Berührung". Das wiederum ist interessant.

Eine kurze Berührung bewegt
Berühren Sie ihr Gegenüber kurz am Oberarm, ist die Person eher bereit Ihnen zu helfen und findet Sie attraktiver. Für letzteres ist es wichtig, dass die Berührung mit einem Kompliment oder einer Anfrage stattfindet. Komplimente sind im Übrigen immer gut.

Die Berührung ist ein starkes soziales Signal. Sie beeinflusst Menschen unbewußt und knüpft ein unsichtbares Band zwischen Berührer und Berührtem. Es gibt ebenfalls klare Hinweise darauf, dass Berührung Status definiert. Eine leichte Berührung wird als "Zeichen für hohen Status wahrgenommen".*
Dabei kommt es auf den Kontext an. Seien Sie also achtsam. Falsch eingesetzt, falsch umgesetzt kann es zu seltsamen Reaktionen führen.Fangen Sie damit nicht bei Ihrem cholerischen Chef an.

* Das und andere Unglaublichkeiten der Psychologie fínden Sie ind dem sehr lesenswerten Buch "Wie Sie in 60 Sekunden Ihr Leben verändern" von Richard Wiseman.

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20. November 2011 7 20 /11 /November /2011 12:07

Wir wissen ganz gut, welche Entscheidungen, Handlungen oder Phänomäne nicht zum gesunden Menschenverstand gehören. Das ist zutiefst menschlich - wir wissen besser, was wir nicht wollen, als was wir wollen. Verlust wirkt stärker als Gewinn - alles erwiesen. Irgendwie ist das jedoch ungünstig. Wenn wir nicht genau wissen was bei der Mission GMV in die Welt soll ... äähhhh ... ja, also ... ich brauche Ihre Hilfe.

 

Vielleicht bringen uns ja Synonyme weiter

Quelle: http://synonyme.woxikon.de/synonyme/gesunder%20menschenverstand.php

 

Gelehrtheit:
Oh je - bei unserem Schul- und Bildungssystem sehe ich da schwarz - das hilft nicht wirklich weiter. Gelehrte haben uns die Atombombe und Kernkraftwerke beschehrt, glauben an seltsame Sachen und denken immer, nur sie haben Recht - wissenschaftlich bewiesen. Ja, ja, die Erde ist eine Scheibe, ...

Gescheitheit:
Na gut - aber was ist jetzt das wieder genau?

Scharfsinn:
Das hat nix mit "scharf sein" zu tun - vielleicht Konzentration?

Schlauheit:
Gibt es in Bayern oft - "A Hund is er scho" - ist doch so gemeint, oder?

Begabung:

Hm, die alleine hilft ja bekanntermaßen nicht - es kommt drauf an, was man daraus macht.

Denkvermögen:

Bei Vermögen denke ich an Banken und Finanzen - da wird mir immer ein bisschen schlecht. Denkvermögen bringt auch keine Zinsen. Oder doch?

Geist:

So genau wollte ich es jetzt auch nicht wissen - der heilige Geist? Der Geist von Tante Martha? Himbeergeist?

Erfahrung:

Meine Erfahrung ist, das GMV drastisch dahinschmilzt - sozusagen die Klimakatastrophe insbesondere im Gehirn stattfindet.

Weisheit:

Da stehen die Chancen gut - wir werden immer älter. Weisheit geht am besten, wenn man alt ist und fast nix mehr hat außer seinem Hirn. Aber die weisen Alten sitzen ja alle im Altersheim und niemand interessiert sich für sie. Keine Lösung.

Einsicht:

das klingt eher resignativ

Fähigkeit:

Die meisten Fähigkeiten, die heute zählen, führen zum Verlust des GMV - lügen, bescheißen, betrügen, überzeugen, kommunizieren (inhaltslos daherblubbern - jeden TAg im TV zu bewundern), Bilanzen lesen und fälschen, ...

Weitsicht:

Wenn wir wirklich weit sehen könnten, wären wir demütiger - also damit ist es sicher nicht weit her - Umweltverschmutzung, Raubbau, Kinder zeugen ohne Erziehungsführerschein, ...

Wissen:

Siehe Gelehrtheit - aktuell chancenlos und jeden Tag Millionen neue Erkenntnisse

Klugheit:

Die wurde offensichtlich genetisch abgeschafft - nix was um uns herum passiert ist auch nur im Ansatz klug

Intelligenz:

Lässt sich testen, bringt aber nichts - der meiste Mist wird von intelligenten Leuten verzapft - das ist so gewollt (erschreckend, wenn einem das mal aufgeht - wären die alle doof, wäre es nicht so schlimm)

Was ist GMV für Sie?

 

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19. April 2009 7 19 /04 /April /2009 13:55

Es hat wirklich nur ein knappes Jahr gedauert, bis ich

Das GMV-Prinzip®

als angemeldete Marke bestätigt bekam. Vom deutschen Patentamt in München. Geduld ist alles. Falls Sie etwas ähnliches vorhaben, rechnen Sie locker mit einem dreiviertel Jahr bis zu einem Jahr. Die Kosten sind mit 300 Euro je Marke (für den nationalen Markt) überschaubar. Meine erste eigene, offizielle, geschützte, wertvolle, spannende (o.k. - ja, ich bin etwas stolz) ... Marke.

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31. März 2009 2 31 /03 /März /2009 13:17
Ich bin heute auf einen "Glücksritter" gestoßen. Über Twitter - ja, ich bin auch mit diesem neuen Kurz-Mitteiler zugange. Ob ich nicht mehr zu sagen habe? Doch, desshalb ja dieser Blog. Is jetzt gut!?

Zurück zum Glück: Der Mann ist kein Ritter, sondern Autor und bietet sein Buch "77 Wege zum Glück" an. Und dann auch noch anstrengend - 77 Wege, hätten es nicht auch sieben getan. Der Erfolg von ALDI besteht ja gerade darin, dass es dort übersichtlich ist. 2.500 Produkt anstatt 30.000 in einem Supermarkt. Mehr Übersicht, mehr Glück? Na gut - dann eben 77 - schaun wer mal.
Zuerst dachte ich, sicher wieder so ein esoterischer Schwachsinn - ich stehe nicht auf Esoterik und Artverwandtes.

Motto: Das Universum hat für jeden genug - bestelle dir einfach ne Million (habe ich vor kurzem gemacht (Selbstversuch) - noch nichts da. Schade eigentlich. Aber ich glaube halt nicht dran - deswegen kein Kontoeingang. Ich glaube auch nicht an den Teufel (und alles was mit dem Burschen zusammenhägt) - also auch kein Fegefeuer. Diese Logik gefällt mir. Zurück zur Million.

GMV sagt: Geld fällt nicht vom Himmel und Erfolg nicht in den Schoß (außer in Märchen)

Oder: Du musst nur daran glauben, dann wird es punktgenau kommen.
Viele Glauben an verschiedene Dinge, an die man glauben muss, weil sie nicht greifbar sind und soooo toll wären, wenn es sie denn gäbe (Leben nach dem Tod usw.). Das hat die Welt bisher auch nicht besser gemacht. Im Gegenteil ... ich lasse das Thema jetzt. Da brauche ich einige Seiten im Buch "Das GMV-Prinzip", um das auseinander zu setzen. Nur so viel vorab: Glaube und GMV gehen ungefähr so gut zusammen wie die katholische Kirche und Innovation. (ich weiss das, ich war mal Ministrant)
Anmerkung: Ich lösche keine Kommentare von Priestern (außer sie sind nachweislich wegen sexueller Übergriffe verurteilt), ich lösche Kommentare vom Pabst, von Kardinal Meisner und seinen Gesellen (also sparen Sie sich die Mühe)

Oder: Für jeden gibt es einen oder mehrere Engel (die Engelsgläubigen). Sie werden dich zu deinem Glück führen. Kein Kommentar. Das ist mir einfach zu blöd. Aber dazu gibt es Bücher, die gekauft werden. 10.451 Ergebnisse zum Stichwort "Engel" bei Amazon - Kategorie Bücher! Nur 9.421 zum Thema Glück - das gibt zu denken, oder?


Nun mit dem Glück ist das so eine Sache. Der gesunde Menschenverstand sagt: Jeder ist seines Glückes Schmied. Also "selbst machen" kann da schon helfen. Warten bis etwas passiert - schwierig. Oder denken Sie, dass sich das Eisen vom Warten schmiedet, die Endorphine, Morphium, Dopamin von alleine sprudeln? Sie können auch daran glauben und sollten viel Zeit mit bringen, um das Ergebnis verifizieren zu können. Wobei - wenn es länger dauert, wird es auch nicht besser.

Es gibt einige "Glücksautoren", die Interessantes zum Thema beizutragen haben - nicht der Dalai Lama - er zergeht sich in Allgemeinplätzen. Ich habe mal eine CD von ihm gehört - nichts Neues aus Nepal und den Dächern der Welt für einen GMVler aus Oberfranken! Kernaussage (ca. 148 mal in dem Hörbuch geäußert): Alle Menschen wollen Schmerzen vermeiden und glücklich sein. Ach was!!

Also die interessanten Glückautoren: sie betrachten Glück auch unter dem wissenschaftlichen Aspekt. Was sagen Geschichte, Philosophie, Psychologie und Gehirnforschung dazu? Das ist wirklich spannend und aufschlussreich. Dazu gehören nach meiner Ansicht Autoren wie Stefan Klein (Die Glückfsformel) und  Wolf Schneider (Glück! Bestimmt noch andere, die ich nicht kenne). Meist gut recherchiert, populärwissenschaftliche Ansätze und durchaus zulässige Schlüsse, wie Sie und ich denn näher ans Glück herankommen könnten.
Mal sehen (bzw. lesen) wie Wolff Horbach, der Glücksritter, der mir auf Twitter begegnet ist, mit seinem Buch  "77 Wege zum Glück" an die Sache heran geht. Bisher habe ich nur Auszüge bei Amazon überflogen. Auf den ersten Blick ist es plakativer und weniger intensiv und ausführlich, etwas reisserischer und mehr auf den Glückssucher, denn auf den "Glücksforscher" abgestimmt. Vielleicht sogar ein billiges Rezeptbuch zum Glück - ich weiss es noch nicht genau. Aber auch die Wissenschaft kommt nicht zu kurz (und das ist schon mal positiv), wie beispielsweise ein Interveiw mit dem Neurologen Professor Tobias Esch im Buch und folgendes Zitat aus dem aktuellen Blog von Horbach zeigent: http://www.77-wege-zum-glueck.de

"Glück ist ein positives Gefühl, welches durch die Ausschüttung von Neurotransmittern (z.B. Serotonin, Dopamin, endogenes Morphium, …) in den Motivations- und Belohnungszentren des Gehirns entsteht."

Ein positives Gefühl also, ausgelöst durch körpereigene Stoffe und endogene Drogen (Morphium). Ohne Drogen also kein Glück, zumindest ohne endogene Stöffchen, kein Glück. Ich hab´s gewußt. Deshalb werden Drogenkartelle nur halbherzig bekämpft, viele sogar erlaubt und gefördert (wegen der Steuereinnahmen: Brauereien, Schnappshersteller, Zigarettenindustrie, Fernsehen). Sie gaukeln den Menschen Glück vor und das bringt erst mal Ruhe (oberste Bürgerpflicht! - ich schweife ab, wie so oft. Aber so funktioniert das Gehirn - mal dahin, mal dorthin, wieder zurück ... - Prof.Esch wird das bestätigen können)

Zurück zum Glück. Braucht Horbach nur die Frage zu beantworten, wie wir diese endogenen Drogen selbst produzieren können, also innerlich - ohne dass es einer merkt und in Mengen, die wir selbst bestimmen (Steuerlich schwer zu erfassen, bis jetzt). Ich werde das Buch lesen und dann berichten. Schneider und Klein haben diese Frage nicht erörtert. Hier klafft noch eine Weissenlücke auf dem Weg zum selbstgemachten Glück. Wie erhöhe ich die Produktion meiner endogenen Drogen? Endogenes Transmitter Wachstum von 3 Prozent pro Jahr gefordert. Die Wirtschaftsweisen ...
Nun spätestens dann wird der Schmied im Glücksspruch einfach ersetzt vom ... äh ... Glückes Dealer ... oder, ähm ... Glückes Chemiker ... Glücks Consult ... man muss mit er Zeit gehen.

Die zentrale Frage ist, ob die endogene Stöffchen- und Drogenproduktion dann strafbar ist - immerhin ist Morphium dabei und ich weiss (noch) nicht, was noch alles. Für den Besitz von (nichtmedizinischen) Morphium geht´s ins Gefängnis, egal ob es im Körper versteckt ist oder an einem anderen Ort. Und wo fängt das dann an, und wo hört es auf?
Der Neurowissenschaftler Prof. Tobias Esch (laut Hornach führend in der Glücksforschung) sagt sinngemäß (in "77 Wege zum Glück"), dass Dopamin und andere endogene Glücksstoffe vermehrt ausgschüttet werden, wenn wir uns positiven Herausforderungen im Beruf stellen, wenn wir Marathon laufen (ist ja bekannt), wenn wir verliebt sind (dann stimmt die innere Chemie gar nicht mehr, wir sind dann ein anderer, eine andere - das sollte schon lange unter Strafe stehen) oder wenn wir ein gutes soziales Netz haben und pflegen, Freunde treffen und ähnliches.
Halten Sie sich ran, wenn das alles erst mal nachgewiesenermaßen zur vermehrten Produktionen von endogenen, also inneren Positiv-Stoffen und Drogen führt, wird das wahrscheinlich unter Strafe gestellt - unseren Politikern und der katholischen Kirche (Teufelswerk!!) traue ich das zu.

GMV sagt: Wissen und Wahrheit vermehren nicht immer das Glück.
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22. Februar 2009 7 22 /02 /Februar /2009 12:18

Mal so richtig abhängen - vielen von uns fällt das schwer. Jugendliche können das gut. Wir Erwachsenen finden die Zeit dann aber als nutzlos und vergeudet, treiben uns in Freizeitstress und andere Dummheiten.

 

Schon Nietzsche, der philosophische Grantler und Schoppenhauer, der alte deutsche Philosoph der Schwermut, beschäftigten sich mit dem Phänomen. Nietzsche meinte, Frauen würden sich eher langweilen als Männer (kein Wunder bei en Möglichkeiten für die Damen im 19.Jahrhundert), Schopenhauer wagte die Vermutung, dass die Langeweile mit dem Alter abnimmt. Beides scheint heute erwiesen, schreibt Dorette Dühlich in ihrem Artikel "Langeweile: die produktive Kraft" (Psychologie heute, 2/2009).

 

Interessant ist, dass Phasen der Langeweile durchaus nützlich sein können, wenn sie denn genossen und genutzt werden. So können sich Menschen in reizarmen Situation selbst stimulieren (nicht was Sie jetzt wieder meinen ) und sich selbst intensiver beobachten. Und erstaunlicherweise soll Langeweile dazu führen können, echtes Interesse und wahre Leidenschaft zu entwickeln. "Um Interesse zu entwickeln, braucht man Zeit und Muse", so die Psychologin Verena Kast in "Psychologie heute". "Die Langeweile stellt diese Zeit zur Verfügung, wenn wir sie akzeptieren." 

 

Lassen Sie sich mal so richtig treiben - also nicht immer - aber so zwischendurch. Probieren Sie es einfach aus. Vielleicht entdecken Sie dann Ihre wahren Interessen und Leidenschaften. Und das ist mehr als die meisten Menschen in diesem Lande von sich behaupten können – behaupte ich einfach mal.

 

GMV sagt: Immer Vollgas macht den Tank schnell leer und bedingt so manche Karambolage. Die Kosten sind hoch - weniger Lebenqualität. Langsamer ist oft schneller und Sie sehen mehr von der (Um)Welt.

 

 

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5. Januar 2009 1 05 /01 /Januar /2009 17:13
Unter dem gesunden Menschenverstand (bes. österr. auch: Hausverstand) versteht man das abwägende Denken (und Handeln) bei klarem Kopf, so gut wie es geht frei von äußeren Einflüssen oder Vorurteilen. Meist wird hierbei eine Entscheidung gefällt, welche statistisch gesehen die Mehrheit der Bevölkerung treffen würde.

Quelle: Wikipedia

Diese Definition greift für mich zu kurz, da sie sich ausschließlich auf das Rationale beschränkt. Ich definiere meinen eigenen GMV, der sich zusammensetzt aus Ratio, Emotion, Intuition, Erfahrung, Wissen, der also ganzheitlich zu Entscheidungen und Verhalten führt. Wobei ein klarer Kopf dabei natürlich recht hilfreich ist.
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5. Januar 2009 1 05 /01 /Januar /2009 17:07
Verstand
Gelehrtheit, Gescheitheit, Klugheit, Scharfsinn, Schlauheit, Weisheit, Auffassungsgabe, Begabung, Intelligenz, Fähigkeit
Quelle: http://www.woxikon.de/wort/gesunde Menschenverstand.php
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