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27. November 2011 7 27 /11 /November /2011 11:15

Mann-ohne-Kopf_klein.jpgDas ist ja nicht neu. Es geht nicht darum, dass die Menschen keine Karten mehr lesen können. Es geht darum, dass sie einfach alles tun was ihr Navi sagt. Nachzulesen bei Chabris / Simons: Der unsichtbare Gorilla. Das kommt noch soweit, das die Navi-Fetischisten nur dann ihre Zeitung oder ihr Buch umblättern, wenn eine freundliche Stimme sagt: "Bitte wenden". Und es kommt noch schlimmer. 0-GMV.

 

Was alles passieren kann nur wenn sie ihrem Navi wie blind vertrauen ...  Nach den die Psychologen Chabris und Simons hat das alles mit der so genannten Aufmerksamkeits-Illusion zu tun. Die kleinen technischen Helfer sorgen dafür, dass wir durch die Gegend brettern, ohne zu wissen, wohin es eigentlich geht.

 

"Ein deutscher Autofahrer folgte seinem Navi trotz der Absperrungen und Schilder in eine Baustelle, sein Mercedes kam erst in einem Sandhaufen zum stehen. 2008 geschah es im Bundesstaat New York zweimal, dass Fahrer, die blind nach dem Navigationssystem fuhren, vor einem entgegenkommenden Zug auf ein Eisenbahngleis einbogen. (...)

 

In Großbritannien passiert ist häufig, dass LKW-Fahrer von ihrem Navi in Straßen delegiert werden, die zu schmal für einen Lastwagen sind. In einem Fall verklemmte ein Fahrer seinen Lkw so fest in einer Landstraße, dass er weder weiterfahren noch zurücksetzen und nicht einmal mehr die Türen öffnen konnte. Er musste drei Tage lang in der Kabine ausharren, bis ein Traktor den Lkw herausschleppen konnte. (...)

 

Im April 2006 war eine Furt durch den Avon wegen Hochwassers zeitweilig unpassierbar; sie wurde deswegen gesperrt und die Sperrung an beiden Ufern ausgeschildert. In den folgenden zwei Wochen fuhren ein oder zwei Autos pro Tag direkt an den Schildern vorbei in den Fluss. Die Fahrer konzentrierten sich offenbar so sehr auf ihr Navigationssystem, dass sie nicht sahen, was direkt vor ihren Augen lag."


Quelle: Chabris / Simons: Der unsichtbare Gorilla, S.63 ff.

 

Ich bin ja auch jemand der gerne mit Navi Auto fährt. Das ist besonders entspannend, wenn man in irgendeiner Stadt irgendeine Straße sucht. Dabei bin ich bisher noch nie auf ein Bahngleis eingebogen - glaube ich jedenfalls. Nach den neueren psychologischen Erkenntnissen, bekommen wir ja kaum mit, was wir so treiben. Damit das für mich keine zu wilden Blüten treibt, werde ich mein Navi zumindest stumm stellen. Dann wird es wieder einsam in meinem Auto ... hmmm.

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  • : Das GMV-Prinzip - Mission Gesunder Menschenverstand
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