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22. August 2010 7 22 /08 /August /2010 10:44

Kundegenervt Hochkant orangeDie Hausärzte müssen streiken, denn laut ihrer Ständevertretung lägen sie am unteren Ende der Abkassierskala, wenn man den Vergleich zu Fachärzten heranzieht. Die Armen.

 

Ich habe auch schon festgestellt, dass vor den Häusern und Praxen der verschiedenen Hausärzte, an denen ich vorbei fahre, nur noch zwei Luxusautos stehen. Vor einigen Jahren waren es mindestens drei. Die Ärmsten sind deutlich auf dem absteigeneden Ast. Dagegen muss man sich wehren, am besten auf Kosten der Patienten. Das wirkt immer.

 

Was verdient so ein Hausarzt eigentlich?

 

Laut Berechnungen der Bundesvereinigung (KBV) hat ein durchschnittlicher Hausarzt im vergangenen Jahr mehr als 206 000 Euro Honorar von den gesetzlichen Krankenkassen erhalten.

Quelle: www.welt.de

 

Ach Herrjeeeee!

Dabei hatte Lieblingspartei der "Abzocker in Weiß", die FDP, doch so viel mehr versprochen. Zumal einer der Ihren Gesundheitsmnister ist (wollen Sie sich von Rösler behandeln lassen??? Da ist es schon besser er ist nut Minister. Seinen Mist ändern die anderen nach der nächsten Wahl). Die armen Hausärtzte. Nur 206 Tausend im Jahr - so viel kosten ja schon der Jaguer für´s Sommerwochenende und Porsche für den medizinstudierednen Sohn plus Gebühr für die schlagende Verbindung. Schon Söhne von Ärzten lieben Porsche & Co. Das sind die Autos, die keiner braucht und von denen wir alle hin und wieder geträumt haben (haben Sie schon bemerkt, dass Ärtzte total auf Porsche stehen?).

Erklären wir uns solidarisch und überfallen die Praxen, die jetzt nicht streiten. Verpassen wir Streikbrechern in Weiß einen Dämpfer - achten Sie bitte darauf, daß Sie keine Maler erwischen - auch die haben am Montag oft noch weiße Klamotten an. Wir könnten auch eine medifada gründen und einige FDP-Poltiker und Kassenbosse um die Ecke bringen - aus dem Hinterhalt und am besten medikamentös. Das erhöht den Druck.

 

Die schwächere Varianten - tragen Sie sich ein für ein Volksbegehren:

"Ich möchte, dass mein Hausarzt wieder einen Zweitporsche fahren kann"

Natürlich nur, weil er dann zufrieden ist und Sie und mich wieder gut "behandelt".

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Kommentare

Mirko Kaluza 08/22/2010 15:00


Ein Beispiel aus Brandeburg:

Bis 2008 bekam ein niedergelassener Hausarzt etwa 13,- € pro Monat pro Kassenpatient, egal ob es sich um einen Schnupfen oder eine Krebserkrankung handelte, die viele Hausbesuche nötig machte. Ab
dem 850 Patienten wurden nur noch 10 % der 13,- € vergütet. Für Rechenschwache: das sind 1,30 €

Zum Vergleich die Behandlung ihres Hundes beim Tierarzt:
- Allegemeine Untersuchung und Beratung: 24,70 €
- jede weitere Untersuchung bei gleicher Erkrankung: 19,90 €
- Hausbesuch aus der Praxis heraus: 47,04 €

Interessanterweise steht bei unserem Tierarzt, kein Porsche vor der Tür. Wie übrigens auch bei meinem Hausarzt nicht, obwohl ich im "reichen" Bayern wohne.

Zurück zum Hausarzt in Brandenburg: Seit 2008 bekommt er nur noch zwei Arztbesuche pro Quartal bezahlt, jeden weiteren finanziert er selber, da er natürlich keine kranken Patienten abweisen
darf.

Aus einem Gesamtumsatz von 206.000,- € auf finaziellen Überfluss zu schließen ist vielleicht doch ein bisschen vorschnell, hmm?
Mit dem gleichen Argument könnten Sie gegen die Hebammen vorgehen, die auch prima Umsätze machen können und trotzdem mit einem durchschnittlichen Stundenlohn von 7,50 € nach Hause gehen. Dafür dass
sie die Verantwortung für die Geburt eines Kindes tragen.


Jürgen 08/23/2010 10:18



Bitte erwarten Sie nicht, dass ich mich auf der Basis von Rechenbeispielen dem Jammern der (Haus)Ärzte anschließe. Ich kenne einige, denen es sehr gut geht und andere, denen es gut geht - nicht
mehr so gut wie vor 15 Jahren - o.k.! Das mit dem Porsche vor der Türe, ist eine Metapher. Entspannen Sie sich und suchen Sie nicht weiter.


Das Ganze ist eine Mischkalkulation bei der genügend genug verdienen. Die meisten niedergelassenen (Haus)Ärzte jammern auf recht hohem Niveau (Ausnahmen mag es geben). Da ist mir die Not des
80-Stunden Assistenzarztes plausibler.


Dass die Versorgung dort wo es weniger zu holen gibt (Brandenburg etc.) und der Hausarztberuf extrem anstrengend und von hoher Idealismusbereitschaft geprägt ist, zusammen zu brechen droht (oder
in weiten Teilen bereits zusammengebrochen ist), spricht aus meiner Sicht nicht für den entsprechend eingestellten Teil der Ärzteschaft.


"Die höchste Arztdichte Deutschlands hat die kreisfreie Stadt Heidelberg (Baden- Württemberg ) mit 384
Ärzten pro 100.000 Einwohnern, die niedrigste der Saalkreis (Brandenburg ): 72 Ärzte/ 100.000 Einwohner."
Quelle: http://members.futureprojects.info/chemnitz09114/c15.htm


Damit liegt Heidelberg knapp über dem Bundesdeutschen Durchschnitt (3,84/1000) und der Saalkreis exakt auf
dem Niveau von Palestina (0,72/1000), obwohl dort wohl mehr Ärtze nötig sind als im Saalkreis.
Quelle: http://www.welt-in-zahlen.de/laendervergleich.phtml?indicator=42


Die Porsche-Metapher greift offensichtlich und ist satirisch überhöht (Ich kenne trotzdem Hausärzte, die Porsche oder Vergleichbares fahren!). Im Saalkreis käme das mit dem Porsche eher ungünstig
- bei einer Erwerbslosnquote von gefühlten 30 Prozent.


Richtig ist wohl, soweit meine Kenntnis als interessierter "Krankheitswesen-Laie", dass das Gesamtsystem "am Tropf hängt", die Politik nix zu sagen hat, einige sich darin eine goldene Nase
verdienen und andere die "Deppen der Gesundheits-Nation sind". Dazu gehören offensichtlich neben den benannten Hebammen, unter anderem Kranken- und AltenpflegerInnen und viele mehr. Vor allem
aber zunehmend die Patienten. Aus meiner gefühlten Sicht eher nicht die Hausärzte.


Auch viele (Haus)Ärzte tragen seit Jahrzehnten ein marodes System mit und so lange es nicht an ihre Pfründe ging bzw. geht, ist Schweigen und Mittun Pflicht. Teilweise wider besseres Wissen: da
werden sinnlose Untersuchungen, Impfungen und sonstiger Blödsinn durchgeführt und abgerechnet, mancher ist Erfüllungsgehilfe der Pharmaindustrie und wenn die Budgets plötzlich begrenzt sind, ist
die Praxis eben nach 10 Quartals-Wochen zu.GMV Fehlanzeige.


Nun bin ich provozierter und provozierender Laie - und so wie ich es beschreibe, kommt die Diskussion bei mir an, wie bei vielen "Laien", so mein Eindruck. Diese Laien sind allerdings schneller
als ihnen lieb ist, Profis als Patienten im System - und dann gnade ihnen Stände-Politik, Lobbyinteressen und Medizinerdünkel (versuchen Sie mal einen Kunstfehler nachzuweisen). Das war schon
schlimm genug - jetzt kommen noch Streiks dazu - jetzt ist gar keiner mehr da. Super!


Nun wenn kein Arzt da ist, weil er es gerade der Politik zeigen will und um sein eh schon karges Einkommen fürchtet, verschieben wir eben unsere Krankheiten oder stellen fest: wenn wir nicht zum
Arzt gehen, sind wir viel gesünder. Ja sowas.


P.S. Es gibt viele gute Ärzte und auch dieser Berufsstand hat in den letzten Jahren Federn lassen müssen. Aber verglichen mit anderen ...



Sylvia Reykowski 08/22/2010 12:06


Hier fehlt eine Analyse der Fakten. Das Honorar kann nur "viel" nennen, wer betriebswirtschaftliche Grundregeln außer Acht lässt. Einnahmen sind kein Gewinn. Von den 206 000 Euro gehen die Kosten
für Praxismiete, Lohnkosten, Material etc. ab. Was bleibt ist so wenig, das immer mehr Praxis schließen müssen. Seit Jahren sind die Einkommen der Hausärzte rückläufig, während die Kosten steigen.
Im europäischen Vergleich sind unsere Ärzte Schlusslicht. Den Verfasser dieses Artikels kümmert die Lage wenig. Er wird im Ernstfall von seinem Privatarzt versorgt. Und dieser kann sich einen
Zweitporsche sicher leisten. Bei einer Grundversorgung für überflüssige diagnostische Leistungen ab 1000,00 Euro aufwärts.


Jürgen 08/22/2010 13:16



Danke für die Nachhilfe in Betriebwirtschaftlehre. Ärzte haben also auch Kosten - na sowas - ich dachte, das zahlt alles die Pharmaindustrie.. Hinweis: Das ist Satire!


Der Verfasser des Artikels heisst Jürgen Zirbik, Frau Reykowski. Wir kennen uns - Sie dürfen mich beim Namen nennen. Und dass mich die Lage wenig kümmert ist Ihre Interpretation und die Wallung
Ihres Ärgers über mich. Gut so - da kommt Bewegung rein.


Das mit dem Privatarzt hätte ich gerne (wie kommen Sied darauf?Wo ich doch bei Chapterkollegin Leuner unterpriviligiert gesetzlich versichert bin) - bei der Dreiklassenmedizin, die es
mittlerweile gibt - vor allem wäre das hilfreich für meinen Sohn - der sitzt im Rollstuhl und da haben wir schon tolle Sachen mit "tollen" Haus-, Fach- und sonstigen "Spitzenärzten" erlebt. Naja
vielleicht habe ich da ein paar komische Anker verpasst bekommen.


Den Schluss ihres Kommentares nehmen ich als Satire - gelungen ;-)


Am besten wir bleiben einfach gesund. In diesem Sinne einen schönen Restsonntag.



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