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4. Februar 2009 3 04 /02 /Februar /2009 19:16

EinTritt in den Hintern

 

Natürlich: alles wird komplexer, schwieriger, entmenschlichter ... meine Güte. Hören wir auf zu jammern (hallo Larry!1). Sie standen oder stehen wahrscheinlich oft dicht davor, das Richtige zu tun. Denn Ihre Intuition, Ihre Gefühle, Ihre Erfahrungen, Ihr Wissen, also Ihr GMV sagen Ihnen, was zu tun ist. Und doch tun Sie das Falsche: gehen nicht gegen Ungerechtigkeiten an, lassen sich weiterhin alles gefallen, wechseln nicht den Job, der Sie krank macht, sitzen weiterhin jeden Abend stundenlang vor der Glotze, essen zuviel, zu fett und bewegen sich nicht genug, rauchen, saufen, nehmen Drogen und /oder Medikamente zum Aufpeppen, Beruhigen, für gute Stimmung, zum besseren Schlafen etc. (Sie können die Themen beliebig mit rasen, stinkfaul sein, betrügen, lügen etc. austauschen, so wie es für Sie passt).

Vielleicht geht es Ihnen deshalb nicht so besonders. Sie wissen, dass Sie Mist bauen. Ändern Sie das. GMV lässt Sie den Schritt zum stimmigen und authentischen Denken, Kommunizieren und Handeln gehen. Pfeifen Sie auf die Statistik über Depressionen – sie hilft Ihnen nicht. Benutzen Sie GMV und machen Sie sich auf den Weg zu einem besseren Leben. (Verkaufsstrategie: Probleme und Lösung aufzeigen)

 

Die Konsequenzen aus einer GMV-Haltung sind unangenehm, teilweise schmerzhaft. Dessen sollten Sie sich bewusst sein. GMV ist ganz einfach und verlangt viel. Auch dass Sie über Ihre eigenen Schatten springen. Beispielsweise wenn Sie in Ihrem Job unglücklich sind, sagt GMV: Tu etwas anderes! Das ist anstrengend. Sie ändern quasi Ihr Leben. Davor haben Sie vielleicht Angst. Hatte ich auch. Ich habe mein Leben nach einem „Burn out2)“ (2004 war ich einfach am Ende), ändern müssen. Nicht ganz freiwillig. Aber manchmal braucht es „einen Tritt in der Hintern“ (Larry Winget). Und das war gut so!

 

Über mich

Ach ja. Ich bin 50 Jahre alt. Falls Sie jünger als 30 sind, könnte es sein, dass Sie mich nicht wirklich verstehen. Nicht weil ich schlauer bin als Sie – falls es allerdings so sein sollte, dann auch deswegen. Ich bin einfach älter und spreche eine andere Sprache, verstehe nicht so viel von Computern, von Play Station und der virtuellen Welt, in der Sie sich eventuell wesentlich mehr bewegen als ich. Ich stehe auch mehr auf die reale Welt – Sie vielleicht nicht. Wer weiß. GMV sagt, schau ab und zu mal raus, ob die Sonne noch scheint, alles an seinem Platz ist und atme kräftig ein – schon alleine wegen des Sauerstoffs. Vielleicht ist Ihnen das aber egal und Sie gehören zur „Generation Doof“3), dann ist das Buch nichts für Sie, schon rein sprachlich..

Manchmal bin ich oberlehrerhaft – damit kommen Sie schon klar. Sie gehören bestimmt zu den Menschen, die schon früh erkennen wollen, was wirklich läuft und was wichtig ist und die es einfach satt haben. Wären Sie sonst hier!? (Verkaufsstrategie: Einschränkung und gleichzeitig erheben in eine exklusive Gruppe: Sie gehören nicht zu den Doofen, Sie sind etwas Besonderes – hoffentlich!). Das hatten wir schon mal: Alle anderen auf der Autobahn sind Idioten. Warum nur denken wir, dass wir so viel besser sind, als der Rest der Welt? Weil uns unser Gehirn etwas vormacht. Wir betrügen uns selbst – ständig. Sie auch. Ich ebenso. Dazu später mehr spannende Erkenntnisse aus Psychologie und Neurobiologie.

 

„Wer in einem gewissen Alter nicht merkt, dass er hauptsächlich von Idioten umgeben ist, merkt es aus einem gewissen Grunde nicht“

Curt Goetz, deutscher Schriftsteller und Schauspieler


Jürgen

 

1. Larry Winget: Halt den Mund, hör auf zu heulen und lebe endlich, Börsenmedien, 2007

2. Ein Burnout-Syndrom (engl. (to) burn out: „ausbrennen“) ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit, das als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden kann, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse (Wunschversagungen) zu Desillusionierung (Enttäuschung, d.A.) und Apathie (u.a. Gleichgültigkeit, Leidenschaftslosigkeit, d.A.) psychosomatischen Erkrankungen (seelisch basierte Erkrankungen, d.A.) und Depression (Niedergeschlagenheit, d.A.) oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt. Quelle: Pschyrembel klinisches Wörterbuch 261. Auflage, 2007

3. Bronner, Weiss: Generation Doof, Bastei/Lübbe, 2008
Klappentext: Niklas glaubt der Dreisatz wäre eine olympische Disziplin. Latoya kennt drei skandinavische Länder: Schweden, Holland und Nordpool. Und Tamara-Michele hält den Bundestag für einen Feiertag. Einzelfälle? Mitnichten. Eine ganze Generation scheint zu verblöden. (...) Eine Karriere als Popstar erscheint dem Bäckerlehrling verlockender als eine solide Ausbildung. (wenn ich Bäcker werden sollte, würde ich auch mal kurz über Alternativen nachdenken, d.A.)

 

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Kommentare

Jürgen 02/06/2009 10:35

Ist mir ein vergügen - davon gibt es noch mehr im Verlauf der Auszugsveröffentlichungen des Buches "Das GMV-Prinzip". Vorsicht: Das kann in (lese-) Arbeit ausarten und zu weiteren wilden und fruchtbarenb Diskussionen mit Menschen aller Generationen führen.

GMV sagt: GMV ist suchtgefährdend und ansteckend.

iphigenie 02/06/2009 09:10

Schön am Morgen hier einen Buch Tipp (Generation doof) zu finden, den ich zwischenzeitlich aus den Augen und dem Sinn verloren hatte. Für meine Arbeit mit Jugendlichen und für die anregenden Diskussionen die in die Tiefe führen können.... mit meinen Töchtern;-)

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  • 54 Jahre, Unternehmer, Netzwerker, Autor. Coach und Trainer,  Vielleser, sportbegeistert (Kampfsport), Freude an Musik und Malen, an Intelligenz, Freiheit und Kreativität
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(weniger Schwachsinn, mehr Kreativität)
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