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18. Januar 2009 7 18 /01 /Januar /2009 13:41

Warum so viele auf hohem Niveau herumjammern

Viele, ja immer mehr, sind unzufrieden, unglücklich, deprimiert, obwohl es uns im allgemeinen materiell besser geht als früheren Generationen und als Menschen in Ländern mit weniger Wohlstand. Die wiederum sind nach Untersuchungen, beispielsweise vom Psychologen David G.Myers1) meistens glücklicher als wir. Er fand in Langzeituntersuchungen heraus, dass es lediglich einen recht schwachen Zusammenhang zwischen Glück und Wohlstand gibt.

Dazu passt auch die Erkenntnis, dass es immer mehr Depressive und sonstige psychisch angeschlagene und Kranke gibt (ich habe mir meinen „burn out“ auch schon genommen, ich weiss, wovon ich schreibe).

 

„Die Anzahl der Depressionen ist (in den USA – der Autor) heute zehnmal so hoch wie in den sechziger Jahren, und das Durchschnittsalter der Depressiven liegt heute bei 14,5 Jahren im Vergleich zu 29,5 Jahren im Jahr 1960. (...) Andere Länder treten in die Fußstapfen der Vereinigten Staaten. Im Jahr 1957 gaben 52 Prozent der Briten an, sehr glücklich zu sein, im Vergleich zu 36 Prozent im Jahr 2005 – und das, obwohl die Briten im letzten Jahrhundert ihren Wohlstand verdreifacht haben.“ (Ben-Shahar, S.13)2)

 

Warum das so ist, beantworten Experten mit unterschiedlichsten Gründen. Nichts genaues weiss man also nicht. Das Bundesgesundheitsministerium versucht sich in seinen „Gesundheitszielen“3) an einer für ein Ministerium typischen Erklärung.

„Es wird eine Zunahme depressiver Erkrankungen in den westlichen Industrieländern in Abhängigkeit von gesellschaftlichen Faktoren diskutiert, z.B. dem Zusammenbrechen familiärer Strukturen und deren Folgeerscheinungen, der Enttraditionalisierung und dem Sinnverlust, den unsicheren Berufsperspektiven angesichts steigender Arbeitslosigkeit und der Gefährdung der sozialen Gerechtigkeit.“

Ach was! An die eigene Nase fassen ist nicht. Dann muss ich wohl ...

 

Fehlt noch ein wichtiger Grund – GMV einschalten: Die steigende Inkompetenz und Dummheit der Politiker und der Beamten. Denn wer trägt ein gewaltiges Stück dazu bei, dass Sinnverlust, Arbeitslosigkeit und soziale Ungerechtigkeit bedeutender werden. Tja, Frau Schmidt – Sie und Ihre Kollegen (Frau Schmidt und ich kennen uns übrigens aus meiner Zeit beim Hörfunk in Aachen – sie wird´s vergessen haben). Bundeskanzler und Außenminister, die zum 107ten mal den Partner wechseln, Ehrenworte von Ministerpräsidenten, die ein Schlag ins Wasser sind, Heimlichtuerein aller Politiker (Offenlegen der Einkünfte – was haben sie zu verbergen?), Klüngel zwischen Politik und Wirtschaft zum Nachteil der Menschen, Geldverschwendung4), Kultur in Talkshows – lassen Sie das bloß Ihre Kinder nicht sehen. Ich höre lieber auf, denn es nimmt kein Ende. Ich überlege schon lange, welcher Politiker für mich ein Vorbild sein könnte ... Tja, äh ... hm (wenn Sie einen Vorschlag haben, schicken Sie mir ne Mail mit Begründung (Zugehörigkeit zu einer bestimmten Partei genügt nicht!) – aber nur wenn Sie kein Politiker sind und nicht sich selbst benennen.

 

Falsches Wachstum

Die Autos werden immer dicker, die Menschen auch. Gleichzeitig blicken Sie immer weniger durch, haben quasi nichts mehr im Griff, erdulden, dass Sie belogen und über den Tisch gezogen werden (auch vom Gesundheitsministerium – die Gesundheitsreform! – wir zahlen, die Pharmaindustrie zockt weiter ab). Die Menschen hocken immer häufiger alleine oder zu mehreren schweigend vor der Glotze (zum Medienverhalten und dem Verhalten der Medien später mehr – ein trauriges Kapitel). Depressiv auf hohem Niveau macht aber leider auch keinen Spass – ich weiss, wovon ich spreche. Meine These: Der Rückgang von GMV führt zu mehr Depressionen. Das Gute daran: Sie können das ändern. Auf Dinge wie Wirtschaft, Gesellschaft, Politik etc. haben Sie weniger Einfluss (kommen Sie mir jetzt nicht mit den Wahlen). Auf sich schon.

 

 

1) Myers, D.G.: The Funds, Friends, and Faith of happy People, in: American Psychologist 55, 2000

2) Tal Ben Shahar: Glücklicher, Riemann, München 2007

3) www.gesundheitsziele.de, Forum zur Entwicklung und Umsetzung von Gesundheitszielen in Deutschland, Bericht 6. nationales Gesundheitsziel, Depressive Erkrankungen: verhindern, früh erkennen, nachhaltig behandeln. 1.März 2006

4) Manager Magazin: Staat verplempert Milliarden
“Fehlplanungen, steuerfinanzierter Luxus, teure Imagepflege und unnötige Reisen: Die Verschwendung von Steuergeldern belief sich im vergangenen Jahr nach Schätzungen des Steuerzahlerbundes erneut auf 30 Milliarden Euro. (...) Kritisch führt der Verband die Aufteilung mehrerer Ministerien zwischen Berlin und Bonn an, der jährlich rund 66.000 Dienstreisen zwischen beiden Städten mit Flugkosten von neun Millionen Euro und einen Posttransfer von 750 Tonnen pro Jahr mit sich bringe.“

Quelle: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,508296,00.html, 22.07.2008

 

 

Copyright Jürgen Zirbik 2009

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